Wie erreicht man gute Usability für Maschinen?

Maschinen werden immer leistungsfähiger und mit einem höheren Anteil an Automatisierungstechnik ausgestattet. Dabei wird zunehmend Funktionalität über Software abgedeckt. Beispielsweise werden synchronisierte Bewegungsabläufe oder Regler heute fast ausnahmslos über Software realisiert. Damit ist der Softwareanteil moderner Maschinen ein bedeutender Teil der Wertschöpfung und der Kernkompetenz eines Herstellers. Doch die Schnittstelle zu diesen Funktionen, das HMI, wird dabei oft vernachlässigt.

Bild: GTI-control mbHBild: GTI-control mbH
Phasen der Entwicklung eines HMI-Konzeptes durch die GTI-control

Ein Maß für die zunehmende Komplexität der Maschinensteuerungssoftware ist die Anzahl an Parametern oder Datenpunkte/Tags, die über eine Benutzeroberfläche (HMI) im Rahmen der Maschineneinrichtung (Grenzwerte oder Reglerparameter), des Werkzeugwechsels, der Parametrierung eines Ablaufes (Rezept) und der direkten Bedienung im Eingriff sind. In den letzten zwanzig Jahren hat sich dies bei Verpackungs- oder Kunststoffmaschinen von beispielsweise 1.000 Tags auf heute oft 20.000 Tags verändert. Damit gehen komplexere Datenmodelle und mehrstufige Konfigurationsvorgänge einher. Da alle Parameter irgendwann einmal verändert werden müssen, führt dies zu immer umfangreicheren Benutzeroberflächen, die heute oft mehrere hundert Bedienseiten umfassen.

GTI-control mbH

Dieser Artikel erschien in IT&Production Februar 2017 - 06.02.17.
Für weitere Artikel besuchen Sie www.it-production.com