Maschinenbauer erwarten Aufwind in Russland

Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA e.V.Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA e.V.

Der russische Markt könnte für die deutschen Maschinenbauer die Talsohle durchschritten haben. Laut einer aktuellen VDMA-Umfrage erwarten fast die Hälfte der Unternehmen 2017 wieder steigende Umsätze, was von einer positiven Entwicklung der Exporte Richtung Russland zum Jahresanfang untermauert wird. Allerdings bezeichnen ebenso viele der knapp 230 befragten Firmen mit Präsenz in Russland ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht. Dennoch erwarten nur 9% weiter sinkende Umsätze. "Die russische Wirtschaft steckt noch immer in der längsten Krise ihrer neueren Geschichte. Der niedrige Ölpreis, der Rubelkurs und die Sanktionen zwingen die russische Regierung jedoch, die Diversifizierung ihrer Wirtschaft voranzutreiben. Davon werden auch die deutschen und europäischen Maschinenbauer profitieren", sagt Ulrich Ackermann, Abteilungsleiter der Außenwirtschaft des VDMA. Dies gelte bereits für Fachzweige wie die Landtechnik, Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen oder verfahrenstechnische Maschinen. Seit 2012 haben sich die Exporte der deutschen Maschinenbauer nach Russland mehr als halbiert, 2016 sanken sie abermals um 6,6% auf 4,4Mrd.E. Damit ist das Land von Platz 4 auf Platz 11 der Exportrangliste abgerutscht.

VDMA e.V.

Dieser Artikel erschien in Automation Newsletter 14 2017 - 13.04.17.
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