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Interview mit Jochen Vetter, Pilz

"MRK erfordert ein Umdenken"

Vor rund einem Jahr wurde die 'ISO Technical Specification zu Sicherheitsanforderungen bei der Kollaboration zwischen Mensch und Industrieroboter' veröffentlicht. Sie ist darauf ausgelegt, Licht in das regulatorische Dunkel der Mensch/Roboter-Kollaboration, kurz MRK, zu bringen. Ist das geschehen und alle Fragen geklärt? ROBOTIK UND PRODUKTION hat bei Jochen Vetter, Manager Robot Safety bei Pilz, nachgefragt.

Bild: Pilz GmbH & Co. KGBild: Pilz GmbH & Co. KG
Messung von Kraft und Druck: Die TS macht für jedes Körperteil Angaben zu den jeweiligen Grenzwerten bei einer Kollision zwischen Mensch und Maschine.

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Vor rund einem Jahr wurde die ISO/TS15066 veröffentlicht. Wie sieht das vorläufige Fazit von Pilz aus?

Jochen Vetter: Die Erwartungshaltung an die ISO/TS15066 war groß, denn mit den bestehenden Normen ließen sich Applikationen im Bereich MRK nicht wirklich umsetzen. Hier klaffte eine Lücke. Im neuen Dokument sind nun zum einen vier Kollaborationsarten als Schutzprinzipien genauer beschrieben. Zum anderen existieren auch detaillierte Angaben zu Schmerzschwellen für verschiedene Körperregionen. Diese Werte bilden die Basis, um die Applikation mit einer Leistungs- und Kraftbegrenzung realisieren zu können. Wer also MRK umsetzen will, hat nun ein offizielles Dokument an der Hand. Das schafft Klarheit. Doch allein durch die Lektüre kann man noch keine MRK-Applikation sicher machen. Die technische Spezifikation liefert eine gute Hilfestellung, ist aber kein Allheilmittel.

Pilz GmbH & Co. KG

Dieser Artikel erschien in ROBOTIK UND PRODUKTION 2 2017 - 22.05.17.
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