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Airbag für Endeffektoren von MRK-Robotern

Bild: DLR Deutsches Zentrum f. Luft- u. Raumfahrt e.V.Bild: DLR Deutsches Zentrum f. Luft- u. Raumfahrt e.V.

Während immer mehr Robotertypen für die Mensch/Roboter-Kollaboration zur Verfügung stehen, stellen scharfkantige Werkzeuge und Werkstücke weiterhin ein Problem dar. Für dessen Lösung hat das DLR einen Airbag entwickelt, der MRK für eine breite Palette an Roboterwerkzeugen und Werkstücken ermöglicht, ohne die Funktion des Robotergesamtsystems einzuschränken. Dazu umschließt der Airbag vor Verfahren des Roboters Werkzeug sowie Werkstück und gibt beide anschließend wieder frei. Befindet sich ein Mensch im Arbeitsraum des Roboters, wird der Airbag aktiviert, sobald der Roboter eine Bewegung beginnt. Der Airbag wird als Luftkissenpolster mit Druckluft befüllt. Durch Ablassen der Luft wird die volle Funktionalität des Werkzeugs wiederhergestellt. Zwei integrierte Drucksensoren dienen zur Gewährleistung der Funktionstüchtigkeit und ermöglichen die Kollisionserkennung. Dadurch lassen sich Taktzeiten in der Produktion reduzieren und die Produktivität erhöhen. Der Airbag erfüllt als Sicherheitsmodul für Roboterwerkzeuge und Werkstücke die Sicherheitsanforderungen der ISO/TS15066. Ein Youtube-Video zeigt, dass es dadurch möglich ist, bis zu einer Geschwindigkeit von 1m/s zu fahren, ohne die Grenzwerte der MRK-Sicherheitsanforderung zu überschreiten.

DLR Deutsches Zentrum f. Luft- u. Raumfahrt e.V.

Dieser Artikel erschien in ROBOTIK UND PRODUKTION Newsletter 18 2017 - 21.09.17.
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