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Interview mit Richard Habering, Leiter des Geschäftsbereichs Smart Plastics bei Igus

Ein Wettbewerbsvorteil für alle

Bild: igus GmbHBild: igus GmbH

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Herr Habering, was war für Igus die Motivation, mit dem Isense System jetzt an den Markt zu gehen?

Richard Habering: Die vorausschauende Wartung wird in Zeiten vernetzter Industrien immer mehr als Möglichkeit angesehen, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Dabei geht es darum, effektiver und ressourcenschonender zu produzieren und somit Kosten zu sparen. Wie es bei einem Auto heute größtenteils Gang und Gäbe ist, dass es mich auf den nächsten Inspektionstermin aufmerksam macht, so wird es meiner Meinung nach in drei bis fünf Jahren auch im Industriesektor schwierig sein, Produkte zu verkaufen, die keinerlei Informationen über ihren Zustand geben. Mit unserem Condition-Monitoring-System erhalten Kunden die Möglichkeit, kritische Komponenten genau zum richtigen Zeitpunkt auszutauschen. Oder salopp gesagt: Ohne Isense verbrennt ein Kunde Geld, entweder, weil er grundsätzlich die Komponenten zu früh austauscht, oder weil er wartet, bis ein Teil defekt ist und dann die Folgekosten zu tragen hat.

In welchen Branchen sehen Sie einen besonders hohen Bedarf, vorzeitig über den Ausfall kritischer Komponenten informiert zu werden?

Habering: Herauskristallisiert hat sich hier vor allem die Automobilindustrie inklusive ihrer Zulieferer. Insbesondere in der Motoren-, Getriebe- und Antriebsstrang-Fertigung haben wir es häufig mit verketteten Bearbeitungszentren und Portalen zu tun, bei denen ein Ausfall schnell einmal 800 bis 1.000US$ pro Minute kosten kann. Aber auch bei Hafen-Krananlagen oder Produktionsmaschinen mit langen Verfahrwegen wie in der Holzverarbeitung ist Condition Monitoring ein Thema.

igus GmbH

Dieser Artikel erschien in SCHALTSCHRANKBAU 4 2018 - 10.07.18.
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