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Stärken bündeln

Was meint ein M&A-Spezialist zur Konsolidierungswelle?

Vision Ventures beschäftigt sich mit Merger & Acquisition (M&A) von Vision-Technologie-Firmen. inVISION hat bei Geschäftsführerin Gabriele Jansen nachgefragt, warum es eine Konsolidierungswelle gibt und wie es weiter geht.

Bild: Vision Ventures GmbH & Co. KGBild: Vision Ventures GmbH & Co. KG

Wie konnte es zu der Konsolidierungswelle im Kamerabereich kommen? Gabriele Jansen: Die Notwendigkeit zur Konsolidierung im Kamerabereich hat sich schon seit einigen Jahren abgezeichnet. Es gibt aktuell mehrere hundert Anbieter von Kameras für Anwendungen in der Bildverarbeitung, QS und Messtechnik. Viele dieser Firmen sind klein oder sogar winzig. Das kann im Einzelfall und in der Nische sehr auskömmlich funktionieren, ist aber doch meist keine Zukunftsstrategie. Wenn das Unternehmen wachsen und eine attraktive Marge erwirtschaften soll, ist eine Mindestgröße und -struktur notwendig. Das fängt bei den Ressourcen für ein gutes Produktportfolio an, zieht sich über Skaleneffekte in Einkauf und Herstellung, ist von ganz großer Bedeutung in der internationalen Marktbearbeitung und hört auch nicht auf bei der Attraktivität für hochkarätige Mitarbeiter. Konsolidierung heißt in diesem Zusammenhang die Stärken einzelner Unternehmen intelligent zu bündeln, um dem Markt ein attraktives Angebot zu machen und im zunehmenden Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Sind wir am Ende der Konsolidierungswelle oder werden noch weitere Kamerahersteller den Besitzer wechseln?

Gabriele: Wir sind zwar nicht mehr am Anfang der Konsolidierungswelle, aber auch lange noch nicht am Ende. Es werden noch eine ganze Reihe von Unternehmen den Besitzer wechseln, einige davon auch durchaus mehrfach. Werden neben dem Kamerabereich auch andere Produktgruppen, wie z.B. Objektive oder Beleuchtungen, eine Konsolidierung erfahren? Gabriele: Es wird insgesamt im Technologiesegment Vision zu weiteren Konsolidierungen kommen. Das liegt daran, dass es hier besonders viele kleine, aber hochattraktive Unternehmen gibt, die im Zusammenschluss - ob untereinander, mit größeren Vision-Playern, mit komplementären Anbietern oder vertikal entlang der Foodchain - stärker und profitabler werden können. Ein zusätzlicher Faktor mag auch sein, dass viele Gründer der ersten Stunde jetzt in ein Alter kommen, in dem sie über die Unternehmensnachfolge entscheiden. Dabei spielt die Zukunftssicherung für das Lebenswerk eine ganz entscheidende Rolle.

Vision Ventures GmbH & Co. KG

Dieser Artikel erschien in inVISION 5 2019 - 27.09.19.
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