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Neues MX-System von Beckhoff

"Die deutlich modernere Alternative"

Schon auf der SPS 2021 wollte Beckhoff sein neues MX-System zeigen. Pandemiebedingt war der Baukasten für die schaltschranklose Automatisierung aber erstmals auf der Hannover Messe live zu sehen. Das SPS-MAGAZIN hat ihn sich genau angeschaut. Strategische Hintergründe und spannende Details verrät Daniel Siegenbrink, Produktmanager MX-System bei Beckhoff, im Interview.

Nicht weniger als eine Revolution im Schaltschrankbau hat Beckhoff mit seinem neuen MX-System angekündigt. Klassische Schaltschränke sollen künftig komplett entfallen - zugunsten einer dezentralen, modularen und robusten Lösung direkt an der Maschine. Als einheitlicher Automatisierungsbaukasten in Schutzart IP67 basiert das neue System auf einer Aluminium-Baseplate mit Modulsteckplätzen, deren Dimension sich exakt an die Anforderungen der jeweiligen Anwendung abstimmen lässt. Fixiert per Inbusschrauben, verbinden sich die Module automatisch mit der integrierten Leistungsversorgung und Ethercat-Kommunikation. Die Slots sind universell, so dass sich Automatisierungskomponenten individueller Reihung integrieren lassen. Auch für alle anderen Funktionen eines Schaltschranks stehen entsprechende Module zur Verfügung.

Laut Hersteller bietet der neue Ansatz schon im Engineering Vorteile. Da nur definiert werden muss, welche Module auf die Baseplate kommen, ist keine Planung für die Verdrahtung nötig. Das gleiche gilt auch für die spätere Installation, die sich laut Beckhoff ohne Fachkenntnisse aus dem Schaltschrankbau umsetzen lässt. Durch integrierte Diagnosefunktionen reduziert sich die Komplexität für den Endanwender. Letztlich soll sich auch der Service im Betrieb bzw. die Wartung vereinfachen.

Herr Siegenbrink, wie kam es eigentlich zum neuen MX-System?

Daniel Siegenbrink: Die Idee für ein schaltschrankloses Automatisierungssystem gibt es bei Beckhoff schon sehr lange. Bereits seit Ender der 1990er haben wir dezentrale Feldbusboxen. In der Regel setzen Kunden diese Boxen heute in der Ethercat-Variante ein, um direkt I/O in der Feldebene einlesen zu können, aber eher weniger um die notwendige Infrastruktur auch in die Feldebene zu verlagern. Deswegen haben wir uns überlegt, wie sich dieses Angebot ausbauen lässt. Gleichzeitig wurde auch immer wieder von Kundenseite ein entsprechender Wunsch an uns herangetragen. Denn für viele Anwender bildet der klassische Schaltschrank einen Störfaktor - allein aufgrund des hohen Platzbedarfs. Die Idee für ein schaltschrankloses System geistert also schon seit Jahren durch das Unternehmen.

Beckhoff Automation GmbH & Co. KG

Dieser Artikel erschien in SPS-MAGAZIN 7 (Juli) 2022 - 11.07.22.
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