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Optische LAN-Netzwerke gewinnen an Bedeutung

Mit Licht fährt man besser

Bei Erweiterungen oder Modernisierungen bestehender drahtgebundener und drahtloser Netzwerkinfrastrukturen in Unternehmensgebäuden und Hotels will man heute auch die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit verbessern. Die IT-Verantwortlichen suchen dabei nach Lösungen, die sowohl eine hohe Bandbreite bereitstellen als auch die Sicherheit und Zuverlässigkeit ihrer Netzwerke erhöhen können. Gleichzeitig sollen die Investitions- und Betriebskosten gesenkt werden. Welche Möglichkeiten bieten dabei optische lokale Netze als investitionssichere Netzwerktopologien?

Die herkömmliche LAN-Infrastruktur hat sich bei der Integration einer wachsenden Zahl von Ethernet-Geräten in eine einheitliche Infrastruktur als effektiv erwiesen. Die Systeme eignen sich am besten, wenn Nutzer eine hohe Bandbreite und große Flexibilität in ihren Systemen benötigen, wenn die Nutzerdichte hoch und die Interoperabilität für künftige Änderungen von großer Bedeutung ist. Hat der Anwender jedoch das Ziel, den Platzbedarf für die IT-Systeme zu minimieren, sind lange Kabelwege vorhanden oder ist eine künftige Nachrüstung bzw. Umgestaltung eher nicht zu erwarten, dann kann man auch alternative Netzwerk-Architekturen und Technologien in Betracht ziehen.

Nutzen optischer LAN-Netzwerke

Die Verkabelungsinfrastruktur in einem Unternehmen oder Gebäude soll neben den aktuellen auch künftige Ethernet-Geschwindigkeiten und -Bandbreiten unterstützen. Nur so lassen sich die ständig wachsenden Datenmengen übertragen, die für eine immer schnellere Kommunikation, Datenverarbeitung und für Analysen benötigt werden. Technologien wie das Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 und Streaming verstärken diesen Bedarf zusätzlich. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzt man zunehmend auf Glasfaser-basierte, optische Netzwerk-Technologien. Optische Netzwerke (Optical LANs) bieten einen enormen Mehrwert, ohne dass Unternehmen ihre Geschäftsabläufe ändern müssen. Es gibt zwei Haupttypen von optischen Netzwerken:

  • • Klassische Active Optical Networks (AONs)
  • • und Passive Optical Networks (PONs).

In einem aktiven optischen LAN werden durchgängig aktive Netzwerkkomponenten wie Switches und Router verwendet, um die Daten innerhalb der verschiedenen Ebenen des Netzwerks zu verteilen. Diese Hardware verstärkt und routet Signale und benötigt dafür überall eine entsprechende Stromversorgung. Der Vorteil liegt in der Flexibilität, einer guten und nur durch die Anzahl der Verstärker beschränkten Reichweite sowie der vollen Kontrolle über das Netzwerk. Bei einem passiven optischen Netzwerk verwendet man - wie der Name schon sagt - hauptsächlich passives Equipment wie passive optische Splitter, die über WDM (Wavelength Division Multiplexing) die parallele Übertragung mehrerer Kanäle ermöglichen. Wie in der Grafik zum Topologievergleich dargestellt sind bei PONs die aktiven Komponenten nur im zentralen Verteilpunkt und am Verbraucher, nicht jedoch in der Netzwerkverteilung angeordnet. Die Daten werden über passive optische Verteiler gesendet, die das Lichtsignal passiv in verschieden Streams splitten und übermitteln. Naturgemäß sind die Netzwerke energieeffizienter und reduzieren Betriebskosten. PONs spielen ihre Vorteile besonders in Umgebungen mit hohen Dichten an Endgeräten aus, wie man sie in großen Bürogebäuden oder Einrichtungen mit weiten Entfernungen (bis zu 20km) findet.

Panduit

Dieser Artikel erschien in GEBÄUDEDIGITAL 3 (Mai) 2024 - 06.05.24.
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