Zollkonflikt belastet Maschinenexporte spürbar

Bild: Statistisches Bundesamt / VDMA e.V.Bild: Statistisches Bundesamt / VDMA e.V.

Im ersten Halbjahr hat der deutsche Maschinen- und Anlagenbau Waren im Wert von 98,3Mrd.€ ausgeführt - 3,4% weniger als im Jahr davor. Preisbereinigt liegt das Minus bei 4,9%. Besonders im April brach der Export um 8,5% ein. Im Mai war der Rückgang mit 1% kleiner, doch im Juni ging es erneut um 4,2% nach unten. Der VDMA nennt mehr Protektionismus und Handelsstreit als Hauptgründe. Das zweite Quartal stand laut VDMA im Zeichen des Zollstreits mit den USA. Drohungen aus Washington und Unsicherheit über das Abkommen Mitte Juli drückten auf das Geschäft. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Ausführen in die USA um 9,5%. Chefvolkswirt Johannes Gernandt rechnet mit weiteren Folgen im dritten Quartal. Der VDMA warnt vor Risiken für Investitionen. Nicht nur die Exporte in die USA gingen deutlich zurück, auch die Entwicklung auf anderen wichtigen Absatzmärkten verlief enttäuschend. Im ersten Halbjahr sanken die Ausfuhren nach China um 9,3%, die nach Frankreich sogar um 9,5%. Lichtblicke boten hingegen Italien und Spanien, wohin die Exporte um 1,4 bzw. 3,5% zulegten. Die Exporte aus Deutschland in die europäischen Staaten insgesamt verzeichneten mit einem Minus von 3,7% einen deutlichen Rückgang. "Allerdings lässt der Anstieg der Auftragseingänge der vergangenen Monate aus den Euro-Partnerländern auf eine positive Entwicklung der Exporte in dieser wichtigen Absatzregion hoffen", sagt Gernandt. Positive Impulse kamen zudem von bislang - gemessen am Exportvolumen - weniger bedeutenden Handelspartnern: Die Ausfuhren in die Mercosur-Staaten stiegen im ersten Halbjahr um 12,3%, die in den Nahen und Mittleren Osten um 9,4%.

VDMA e.V.

Dieser Artikel erschien in www.sps-magazin.de 2025 - 31.12.25.
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