Markierungs-Software mit applikationsorientierten Funktionen
Fertigungsprozesse effizienter gestalten
Die Komplexität im Schaltschrank- und Anlagenbau nimmt zu, die Anforderungen steigen und der Kostendruck ist hoch. All das erfordert eine immer effizientere Prozessgestaltung - insbesondere in den digitalen Prozessen. Eine umfangreiche Markierungs-Software mit leistungsstarken applikationsorientierten Funktionen, digitalen Schnittstellen und einer hohen Datendurchgängigkeit ist daher eine wichtige Voraussetzung, um digitale Effizienzsteigerungen im Markierungsprozess zu erschließen.
Bild: Phoenix Contact GmbH & Co. KGAlle beteiligten Akteure im Schaltschrank- und Anlagenbau stehen vor großen Herausforderungen. Zu den hohen Anforderungen gehört auch die eindeutige Kennzeichnung sämtlicher Geräte, Bauteile und Stromkreise im Schaltschrank, um eine dauerhafte Identifizierung aller Komponenten zu ermöglichen. Diese sicherheitstechnischen Anforderungen für Niederspannungsschaltanlagen regelt die Norm IEC61439. Anlagen werden immer komplexer, gleichzeitig steigen Zeit- und Kostendruck. Das erfordert effiziente Lösungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Zwar wird oft im Entstehungsprozess bzw. dem Engineering leistungsfähige Software eingesetzt - wie etwa ECAD (Electrical Computer Aided Design) -Systeme zur Erstellung von elektrischen Schaltplänen bzw. ganzen Anlagen. Allerdings gehen diese Effizienzen in weiteren digitalen Prozessen verloren. Listen mit Markierungsdaten werden häufig von Hand angefertigt und manuell oder per Drag&Drop in die Markierungs-Software eingegeben. Diese Methode ist zeitintensiv und fehleranfällig. So entstehen Kosten im Engineering, die die eigentlichen Materialkosten oft um ein Vielfaches übersteigen. Umso wichtiger ist es, dass bereits die digital vorhandenen Informationen aus dem Schaltplan bestmöglich genutzt werden. Um die Effizienz bei der Erstellung von Markierungsdaten zu steigern, bedarf es durchgängiger prozessbegleitender digitaler Lösungen. Sie senken Engineering- und Montagekosten und vermeiden gleichzeitig Kosten, die durch menschliche Fehler entstehen. Mit der Markierungs-Software Marking System sowie den Beschriftungssystemen und einem umfangreichen Angebot an Markierungsmaterial bietet Phoenix Contact diese durchgängigen Lösungen: vom Engineering bis zur individuellen Beschriftung von Klemmen, Kabel und Leitern sowie Geräten und Anlagen.
Bild: Phoenix Contact GmbH & Co. KGEffiziente Schnittstellen zur Markierungs-Software
Die Grundlage für einen effizienten und unkomplizierten Kennzeichnungsprozess bilden durchgängige Daten für die Erstellung aller Markierungsdateien. Die Marking System Software bietet leistungsstarke integrierte Schnittstellen zu gängigen ECAD-Programmen wie Eplan P8 Electric / Pro Panel, WSCAD Electrix, Etap SEE Electrical oder Zuken E3. Durch applikationsbezogene Datenimporte lassen sich Informationen direkt aus den digitalen Schaltplänen übernehmen. Diese Daten stehen für eine automatische und zeitsparende Datenverarbeitung zur effizienten Erstellung der entsprechenden Markierungslösungen zur Verfügung. Neben den integrierten ECAD-Schnittstellen gibt es zudem einen umfangreicher Datenimportmanager für den offenen Datenaustausch zu den gängigsten Tabellenverarbeitungsprogrammen. Außerdem verfügt die Markierungs-Software über eine performante Schnittstelle zur Engineering-Software Clipx Engineer und Clipx Engineer Assemble von Phoenix Contact, was nahtlose Prozesse von der Planung bis zur Fertigung sicherstellt.
Bild: @charnsitr/shutterstock.com / Phoenix Contact GmbH & Co. KGApplikationsorientierte Features für die Leiter und Kabelkennzeichnung
In der Leiter- und Kabelmarkierung kann bei Verwendung der Thermomark E Series eine signifikante Zeitersparnis von 60-75 Prozent erzielt werden - in Abhängigkeit vom jeweiligen Applikator und dem bisherigen manuellen Prozess. Denn das Drucken und Applizieren der Marker erfolgt in nur einem einzigen automatisierten Prozessschritt. Bei der Erstellung der Leitermarkierung und der anschließenden Montage der Marker auf dem Leiter sind nicht nur die reinen Markierungsinformationen wichtig, sondern zusätzliche Informationen wie Leiterdurchmesser oder -querschnitt, -farbe etc. notwendig. Diese Detailinformationen können aus dem digitalen Schaltplan importiert werden. Sie stehen dem Fachpersonal in der Produktion im sogenannten Wire Marking Application Center auf einen Blick zur Verfügung. Zusätzlich unterstützen umfangreiche Sortier- und Filterfunktionen den Anwender in der Planung der Druckaufträge. Die Detailinformationen werden anschließend an den Drucker geschickt. Damit wird der Anwender direkt über das Druckerdisplay schrittweise und intuitiv durch den gesamten Leiter- und Kabelkennzeichnungsprozess geführt. Dies schafft zusätzliche Effizienz und reduziert das Fehlerrisiko. Auf diese Weise werden unterschiedliche Ansätze für effiziente Markierungs- und Leitervorbereitungsprozesse optimal unterstützt: Das zentralisierte Vorbereiten von Leitern, die anschließend zur Verdrahtung nur noch an den Produktionsmitarbeiter übergeben werden. Dezentrale Arbeitsprozesse, bei denen die gesamte Leitervorbereitung inklusive Kennzeichnung direkt am Schaltschrank stattfindet. Oder Kennzeichnungsprozesse, die in Kombination mit einem Werkerassistenzsystem, wie dem Clipx Wire Assist, stattfinden und für effiziente und ergonomische Prozesse sorgen.
Effiziente Strukturierung über einen Projektbaum
Mit Hilfe eines Projektbaums können Projekte ganz einfach nach der ISO/IEC81346 strukturiert werden. Dadurch lässt sich Markierungsmaterial für bestimmte Applikationsbereiche erstellen, sortieren und auf einfache Weise nachdrucken. Zusätzlich kann beim Importieren der Markierungsinformationen aus einem ECAD-System die gleiche Projektstruktur in der Markierungs-Software abgebildet werden. Dies schafft eine gewohnte Arbeitsumgebung und ermöglicht ein einfaches Navigieren im Projekt.
Bild: Phoenix Contact GmbH & Co. KGVielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
Mit dem leistungsfähigen Template Designer lassen sich Schilder individuell und komfortabel gestalten sowie vorhandene Materialbeschreibungen anpassen. Im Editierungsmodus öffnen sich dynamisch und vollautomatisiert alle Textbearbeitungsfunktionen, die für die Gestaltung der Marker notwendig sind. Für die Erstellung von Typenschildern sind Grafiken, geometrische Formen sowie verschiedene Barcodetypen vorhanden. Zusätzlich zur umfangreichen Barcodebibliothek inklusive GS1 Standard sind Individualisierungsmöglichkeiten gegeben wie die Einstellung der Ruhezonen oder auch die Erstellung von inversen Barcodes. Somit sind Markierungslösungen im Bereich Auto-ID im Handumdrehen professionell erstellt. Der Template Designer zeigt seine Effizienzvorteile besonders in der Serienproduktion, da feste Datenfelder nur einmalig erstellt werden müssen. Variable Datenfelder hingegen lassen sich im Nachhinein über den Datenaustauschmanager mittels Tabellenverarbeitungsprogramm dynamisch mit variierenden Informationen füllen. Zusätzlich können das gesamte Schild oder partielle Bereiche mit Hilfe des Blattschutzes geschützt werden. Dies stellt sicher, dass keine Manipulation der geschützten Bereiche des Templates in späteren Produktionsprozessen stattfindet bzw. nur bestimmte Daten bewusst verändert werden können.
Fazit
Die Marking System Software ermöglicht durch ein intuitives und modernes User-Interface eine schnelle Einarbeitung der Nutzer. Durch die kontextsensitive
Die Komplexität im Schaltschrank- und Anlagenbau nimmt zu, die Anforderungen steigen und der Kostendruck ist hoch. All das erfordert eine immer effizientere Prozessgestaltung - insbesondere in den digitalen Prozessen. Eine umfangreiche Markierungs-Software mit leistungsstarken applikationsorientierten Funktionen, digitalen Schnittstellen und einer hohen Datendurchgängigkeit ist daher eine wichtige Voraussetzung, um digitale Effizienzsteigerungen im Markierungsprozess zu erschließen.
Bild: Phoenix Contact GmbH & Co. KGAlle beteiligten Akteure im Schaltschrank- und Anlagenbau stehen vor großen Herausforderungen. Zu den hohen Anforderungen gehört auch die eindeutige Kennzeichnung sämtlicher Geräte, Bauteile und Stromkreise im Schaltschrank, um eine dauerhafte Identifizierung aller Komponenten zu ermöglichen. Diese sicherheitstechnischen Anforderungen für Niederspannungsschaltanlagen regelt die Norm IEC61439. Anlagen werden immer komplexer, gleichzeitig steigen Zeit- und Kostendruck. Das erfordert effiziente Lösungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Zwar wird oft im Entstehungsprozess bzw. dem Engineering leistungsfähige Software eingesetzt - wie etwa ECAD (Electrical Computer Aided Design) -Systeme zur Erstellung von elektrischen Schaltplänen bzw. ganzen Anlagen. Allerdings gehen diese Effizienzen in weiteren digitalen Prozessen verloren. Listen mit Markierungsdaten werden häufig von Hand angefertigt und manuell oder per Drag&Drop in die Markierungs-Software eingegeben. Diese Methode ist zeitintensiv und fehleranfällig. So entstehen Kosten im Engineering, die die eigentlichen Materialkosten oft um ein Vielfaches übersteigen. Umso wichtiger ist es, dass bereits die digital vorhandenen Informationen aus dem Schaltplan bestmöglich genutzt werden. Um die Effizienz bei der Erstellung von Markierungsdaten zu steigern, bedarf es durchgängiger prozessbegleitender digitaler Lösungen. Sie senken Engineering- und Montagekosten und vermeiden gleichzeitig Kosten, die durch menschliche Fehler entstehen. Mit der Markierungs-Software Marking System sowie den Beschriftungssystemen und einem umfangreichen Angebot an Markierungsmaterial bietet Phoenix Contact diese durchgängigen Lösungen: vom Engineering bis zur individuellen Beschriftung von Klemmen, Kabel und Leitern sowie Geräten und Anlagen.
Phoenix Contact GmbH & Co. KG
Dieser Artikel erschien in SCHALTSCHRANKBAU 6 (Oktober) 2025 - 02.10.25.Für weitere Artikel besuchen Sie www.schaltschrankbau-magazin.de