Platten-Handling mit Roboter

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Robot.Work erlaubt ein automatisiertes Handling von Streifen und Formaten bei den Sägen FH 4 und FH 5.

Mit einem abgestimmten System aus Robotik, Kameratechnik und Software bietet IMA Schelling automatisierte Handling-Lösungen für das Plattenmanagement. Ziel: Den Materialfluss beschleunigen, manuelle Prozesse zu verringern und die Produktion effizienter gestalten. Im Zentrum steht Robot.Work, die in Kombination mit den Plattenaufteilsägen FH 4 und FH 5 einen nahezu mannlosen Betrieb ermöglicht. Ein Roboter übernimmt dabei die Handhabung der zugeschnittenen Streifen und Formate, richtet sie aus, dreht sie für Folgeprozesse und entnimmt sie anschließend wieder. Je nach Anordnung sind bis zu 800 Teile pro Schicht möglich. Für die Integration in bestehende Produktionslinien bietet IMA Schelling zwei Standard-Layouts: mit geradem oder mit seitlichem Stapelabgang. Die Weitergabe kann verkettet oder palettiert erfolgen. Das kamerabasierte Vision-System, entwickelt in Kooperation mit Optonic, identifiziert die Werkstücke. Dabei arbeiten eine 3D-Kamera zur Form- und Lageerkennung sowie eine 2D-Kamera zur Erfassung von Etiketten und Barcodes. Die gewonnenen Daten werden direkt mit der Produktionssteuerung abgeglichen. Das ermöglicht eine präzise Zuordnung, auch bei chaotisch gestapelten Teilen. Ein zentrales Element der Lösung ist die neu entwickelte, intelligente Stapelsoftware. Der zugrundeliegende Algorithmus berechnet das bestmögliche Stapelmuster auf Basis des aktuellen Schnittplans. Dabei kommen physikalische Simulationen zum Einsatz. Ziel sind kompakte, stabile Stapel mit hoher Bauteildichte. Alleinstellungsmerkmal der Lösung: Das Stapelmuster wird nicht nur vor, sondern auch während der Produktion dynamisch angepasst. Bei ungeplanten Zwischenfällen berechnet die Lösung das Muster automatisch neu, ohne den Bearbeitungsfluss zu unterbrechen.

IMA Schelling Group GmbH

Dieser Artikel erschien in ROBOTIK UND PRODUKTION Newsletter 40 2025 - 16.10.25.
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