BWA-Studie zu KI und Robotik
Bild: ©Wolfgang Eckert/pixabay.comWie gut sind Arbeitgeber und Arbeitnehmerschaft auf die zunehmende Ausbreitung von künstlicher Intelligenz und KI-Robotik in den Betrieben vorbereitet? Dieser Frage sind die Bonner Wirtschafts-Akademie, die Industriegewerkschaft IGBCE (Bergbau, Chemie, Energie) und die Denkfabrik Diplomatic Council nachgegangen. Hierzu waren 150 Führungskräfte aus großen und mittelständischen Unternehmen (Arbeitgeber) sowie Gewerkschaftsfunktionäre als Vertreter der Arbeitnehmerseite systematisch nach ihrer Einschätzung zur KI- und Robotikentwicklung in Deutschland befragt worden. Die Ergebnisse wurden in Form einer Studie auf dem 8. Ordentlichen IGBCE-Gewerkschaftskongress vom 19. bis 24. Oktober in Hannover vorgestellt (Stand 18A, Glashalle). Laut Studie sind 48 Prozent der Befragten der Überzeugung, dass diese technologischen Entwicklungen neue Mitbestimmungsthemen in den Unternehmen aufwerfen. KI-/Robotersysteme verändern die Arbeitsweise von Betriebsräten, meinen 29 Prozent - und zwar zum Positiven, sagen knapp ein Viertel (24 Prozent). Über die Hälfte (56 Prozent) der Kontaktierten hat in der Umfrage allerdings auch klargestellt, dass die Betriebsräte aktive Unterstützung insbesondere von Seiten der Gewerkschaften benötigen, um KI/Robotik im betrieblichen Einsatz richtig einzuordnen. Denn wenn - wie es die Studie vorhersagt - humanoide KI-Roboter innerhalb der nächsten 15 Jahre in größerem Umfang in die Betriebe eindringen, könnten sie rund die Hälfte aller Arbeitsplätze ersetzen. Davon sind mehr als die Hälfte der befragten Führungskräfte aus Wirtschaft und Gewerkschaft überzeugt.
Fast die Hälfte (47 Prozent) rechnen mit dem Verlust qualifizierter Arbeitsplätze durch KI-Roboter. Fast ebenso viele (41 Prozent) sehen aber auch den positiven Aspekt, dass die Maschinen die Beschäftigten von körperlich schwerer Arbeit entlasten können. Allerdings vertritt lediglich ein knappes Viertel (24 Prozent) die These, dass dadurch mehr Zeitfenster für die Beschäftigten entstehen, um komplexe und kreative Aufgaben wahrzunehmen. 43 Prozent gehen davon aus, dass mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Roboter die Tätigkeitsprofile bei vielen Belegschaften deutlich verändern werden.
Laut BWA/IGBCE/DC-Studie stufen 64 Prozent der Befragten die Arbeitgeber als die Gewinner der anstehenden KI-Roboter-Revolution ein. Das gilt vor allem für Großunternehmen und Konzerne, meinen 79 Prozent. Beim Mittelstand sehen dies lediglich 36 Prozent als gegeben an.
Neue gesellschaftliche Regeln
Eine überragende Mehrheit von 76 Prozent der Kontaktierten vertritt die feste Überzeugung, dass es neuer gesellschaftlicher Regeln bedarf, sollten die KI-Roboter tatsächlich zusehends die menschliche Arbeitskraft ersetzen. 56 Prozent erwarten hierfür eine spezifische Gesetzgebung, die Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten eindeutig festlegt – insbesondere in Fragen von Haftung, Datenschutz, Beschäftigungsschutz und ethischer Kontrolle.
53 Prozent der Befragten sehen Bedarf an einer neuen EU-Regulatorik. Diese soll den Einsatz von KI und Robotik europaweit harmonisieren, Wettbewerbsverzerrungen verhindern und gemeinsame Standards für Transparenz, Sicherheit sowie den Schutz menschlicher Arbeit schaffen.
Bild: ©Wolfgang Eckert/pixabay.comWie gut sind Arbeitgeber und Arbeitnehmerschaft auf die zunehmende Ausbreitung von künstlicher Intelligenz und KI-Robotik in den Betrieben vorbereitet? Dieser Frage sind die Bonner Wirtschafts-Akademie, die Industriegewerkschaft IGBCE (Bergbau, Chemie, Energie) und die Denkfabrik Diplomatic Council nachgegangen. Hierzu waren 150 Führungskräfte aus großen und mittelständischen Unternehmen (Arbeitgeber) sowie Gewerkschaftsfunktionäre als Vertreter der Arbeitnehmerseite systematisch nach ihrer Einschätzung zur KI- und Robotikentwicklung in Deutschland befragt worden. Die Ergebnisse wurden in Form einer Studie auf dem 8. Ordentlichen IGBCE-Gewerkschaftskongress vom 19. bis 24. Oktober in Hannover vorgestellt (Stand 18A, Glashalle). Laut Studie sind 48 Prozent der Befragten der Überzeugung, dass diese technologischen Entwicklungen neue Mitbestimmungsthemen in den Unternehmen aufwerfen. KI-/Robotersysteme verändern die Arbeitsweise von Betriebsräten, meinen 29 Prozent - und zwar zum Positiven, sagen knapp ein Viertel (24 Prozent). Über die Hälfte (56 Prozent) der Kontaktierten hat in der Umfrage allerdings auch klargestellt, dass die Betriebsräte aktive Unterstützung insbesondere von Seiten der Gewerkschaften benötigen, um KI/Robotik im betrieblichen Einsatz richtig einzuordnen. Denn wenn - wie es die Studie vorhersagt - humanoide KI-Roboter innerhalb der nächsten 15 Jahre in größerem Umfang in die Betriebe eindringen, könnten sie rund die Hälfte aller Arbeitsplätze ersetzen. Davon sind mehr als die Hälfte der befragten Führungskräfte aus Wirtschaft und Gewerkschaft überzeugt.
BWA Akademie
Dieser Artikel erschien in www.sps-magazin.de 2025 - 31.12.25.Für weitere Artikel besuchen Sie www.sps-magazin.de