Fahrerlose Transportfahrzeuge als Erfolgsfaktor der Intralogistik
Automatisierung für smarte Transportroboter
Effizienz, Kompaktheit und Verfügbarkeit sind zentrale Anforderungen an moderne Intralogistiksysteme. Melkus Mechatronic setzt bei seinen fahrerlosen Transportfahrzeugen auf die durchgängige Automatisierungstechnologie von Sigmatek. Mit Einsatz des modularen Steuerungssystems, Navigationssoftware und Traffic Control System entwickelt der FTF-Hersteller kompakte, skalierbare und hochverfügbare FTF-Lösungen für den industriellen Dauereinsatz.
Bild: Sigmatek GmbH & Co KGDamit die Vision von Industrie 4.0 Realität wird, muss auch die Intralogistik nahtlos in die Gesamtautomation der Produktion eingebunden sein. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf fahrerlose Transportsysteme (FTS), um Materialflüsse effizient und flexibel zu gestalten.
Bild: Sigmatek GmbH & Co KGIntralogistik automatisieren
Die Entwicklung und Fertigung fahrerloser Transportfahrzeuge (FTF, englisch AGV) ist das Kerngeschäft von Melkus Mechatronic. "Auf diesem stark umkämpften Markt punkten wir mit besonders kompakten, modular aufgebauten und damit hochverfügbaren Fahrzeugen", erläutert Geschäftsführer Martin Lindner. "So ermöglichen wir unseren Kunden unterbrechungsfreie innerbetriebliche Transporte bei maximaler Flexibilität." Um diese Ziele zu erreichen, beschreitet das Salzburger Unternehmen konsequent neue Wege - etwa beim Palettentransporter Agumos G120: In den Abmessungen herkömmlicher Gabeln integriert das Fahrzeug die komplette Automatisierungstechnik für Ablauf-, Sicherheits- und Antriebssteuerung, Kamerasysteme, WLAN-Kommunikation und Energieversorgung. Ähnlich kompakt sind auch die Modelle Q40 (Transport-Würfel) und BLS4060 Rack Stacker, die speziell für Elektronik- und Kleinteiletransporte konzipiert sind. Eine derart hohe Funktionsdichte erfordert hochgradige Miniaturisierung. In den batteriebetriebenen Fahrzeugen spielt zudem der Energieverbrauch eine entscheidende Rolle. Dennoch verzichtet Melkus Mechatronic bewusst auf eigens entwickelte Elektronik.
Bild: Sigmatek GmbH & Co KGErfolg mit Standardsystem
Als Alternative kommen handelsübliche modulare Standardsteuerungssysteme mit CPU- und anreihbaren I/O-Baugruppen infrage. Sie haben allerdings einen höheren Stückpreis, weil sie für viele verschiedene Zwecke passen müssen und jedes Modul hat ein eigenes Gehäuse. Für die kompakten AGVs von Melkus Mechatronic erwiesen sich viele Systeme daher als zu groß, das Modulprogramm zu eingeschränkt und ihre Hersteller nicht flexibel genug, um es mit kundenspezifischen Varianten zu ergänzen. Anders beim Salzburger Automatisierungssystemhersteller Sigmatek. Dessen modulares Steuerungs- und I/O-System S-Dias kombiniert hohe Funktionsdichte mit kompakter Bauform: CPU-, Motion- und I/O-Module bieten bis zu 20 Kanäle auf nur 12,5mm Breite - ergänzt durch TÜV-zertifizierte Safety-Module und eine breite Auswahl an Funktionsbaugruppen. Das durchgängige System lässt sich nahezu beliebig skalieren und mit Spezialmodulen, etwa einem Gyroskop-Sensor zur Positions- und Lageerkennung der AGVs, erweitern. Die Komplettmodule des in Industrieanwendungen bewährten Steuerungssystems sind mit wenig Aufwand zu integrieren. Eine clevere mechanische Querverriegelung sorgt für eine hohe mechanische Stabilität und Vibrationsfestigkeit.
Alles aus einer Hand
Die komplette Automatisierungslösung der wendigen Flur-Flitzer stammt von Sigmatek - nicht nur wegen der kompakten Bauform der S-Dias-Produktreihe, sondern auch aufgrund der breiten Systemkompetenz des Unternehmens. Sigmatek vereint Steuerungs-, Antriebs-, Safety- und Softwaretechnik unter einem Dach und kann so durchgängige Lösungen aus einer Hand anbieten. Besonders wertvoll für Melkus Mechatronic ist die Erfahrung von Sigmatek in der Entwicklung kundenspezifischer Produktvarianten. Da Hard- und Software vollständig im eigenen Haus entstehen, lassen sich Sonderausführungen schnell und wirtschaftlich umsetzen. Meist handelt es sich dabei um Anpassungen bewährter Elektronikbaugruppen aus der S-Dias-Serie. So erhielt beispielsweise die Servomotor-Endstufe DC 062 einen kundenspezifischen Formfaktor. Das Modul verfügt über einen Inkrementalgeber-Eingang zur Positionsrückmeldung und integriert die Safety-Funktion STO bis SIL 3/PL e. "Bei Sigmatek erhalten wir Standard- wie Sonderlösungen und damit die gesamte Automatisierungshardware inklusive Safety aus einer Hand", fasst David Barth, Leiter Konstruktion und Entwicklung bei Melkus Mechatronic, zusammen.
Per Objektklasse zum Klasse-Objekt
Auch die Softwarearchitektur der AGVs von Melkus Mechatronic folgt einem modularen Prinzip. Ablauf-, Bewegungs- und Sicherheitstechnik sowie Visualisierung werden mit der Automatisierungssoftware Lasal von Sigmatek entwickelt. Sämtliche Fahrzeugfunktionen und das generelle Fahrzeugverhalten sind objektorientiert strukturiert - in klar definierten Objektklassen, die sich per Parametrierung flexibel an verschiedene Einsatzszenarien anpassen lassen. Für viele Aufgaben konnten die Techniker zudem auf ausgereifte, getestete Technologiemodule aus den umfangreichen Sigmatek-Bibliotheken zurückgreifen.
Neben der Steuerungssoftware kommen auch speziell für die Intralogistik entwickelte Lösungen von Sigmatek zum Einsatz. "Wir verstehen uns als Komplettanbieter für die industrielle Automatisierung - dazu zählt für uns auch die Intralogistik", erklärt Geschäftsführer Alexander Melkus. "Deshalb bieten wir für dieses Segment das Flottenmanagementsystem TCS (Traffic Control System) und die Echtzeit-Navigationssoftware SlamLoc sowie ein installationsfertiges Softwaremodul für die 3D-Überwachung des Fahrwegs per ToF-Kamera zur Integration in AGVs an." SlamLoc ist als reine Softwarelösung erhältlich und kommuniziert per WLAN über offene Standards wie die Schnittstelle VDA 5050 mit beliebigen Leitsystemen unabhängig von deren Hersteller.
Effiziente, dynamische Verkehrsplanung
Melkus Mechatronic versteht sich nicht nur als Fahrzeughersteller, sondern als Anbieter kompletter FTS-Gesamtsysteme. Für die zentrale Koordination kommt das offene TCS von Sigmatek zum Einsatz. Es nutzt die standardisierte Schnittstelle VDA 5050 für die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Leitsteuerung und erlaubt zugleich die Einbindung in übergeordnete IT- und Automatisierungssysteme. Das Flottenmanagementsystem sorgt für eine effiziente und dynamische Verkehrsplanung - inklusive intelligenter Kollisionsvermeidung und Hindernisumfahrung. Die befahrbaren Bereiche lassen sich komfortabel über einen grafischen Landkarten-Editor definieren. "In den Hard- und Softwareprodukten von Sigmatek steckt die geballte Kompetenz und Erfahrung dieses Herstellers in allen Aspekten der Automatisierung", sagt Lindner abschließend. "Sie ermöglichen uns Entwicklung und Bau besonders kompakter, hoch verfügbarer autonomer Transportsysteme, mit denen unsere Kunden die Effizienz ihrer intralogistischen Abläufe steigern können."
Effizienz, Kompaktheit und Verfügbarkeit sind zentrale Anforderungen an moderne Intralogistiksysteme. Melkus Mechatronic setzt bei seinen fahrerlosen Transportfahrzeugen auf die durchgängige Automatisierungstechnologie von Sigmatek. Mit Einsatz des modularen Steuerungssystems, Navigationssoftware und Traffic Control System entwickelt der FTF-Hersteller kompakte, skalierbare und hochverfügbare FTF-Lösungen für den industriellen Dauereinsatz.
Bild: Sigmatek GmbH & Co KGDamit die Vision von Industrie 4.0 Realität wird, muss auch die Intralogistik nahtlos in die Gesamtautomation der Produktion eingebunden sein. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf fahrerlose Transportsysteme (FTS), um Materialflüsse effizient und flexibel zu gestalten.
Sigmatek GmbH & Co KG
Dieser Artikel erschien in SPS-MAGAZIN 13 (Dezember) 2025 - 15.12.25.Für weitere Artikel besuchen Sie www.sps-magazin.de