Telefon: +49 6261 9209-0


Moderne Produktions-IT für die Lebensmittelbranche

Netz als Nachfolger für die Automatisierungspyramide

Eine Fabrik ohne Daten ist kaum vorstellbar - zu komplex ist die Systemarchitektur. Damit die Datenverarbeitung in der Lebensmittelherstellung effizient funktioniert, werden an die Infrasturuktur der Produktions-IT besondere Anforderungen gestellt.

Bild: �Ivan Traimak/stock.adobe.com / MPDV Mikrolab GmbHBild: ©Ivan Traimak/stock.adobe.com / MPDV Mikrolab GmbH
Insbesondere in der Lebensmittelindustrie sorgt der Smart Factory Hive für die nötige Infrastruktur einer effizienten Produktions-IT.

Frühmorgens in einer Molkerei irgendwo in Süddeutschland: Die ersten Laster mit frischer Milch rollen auf den Hof, während in der Produktionshalle die Maschinen surren. Im Kontrollraum blickt eine Mitarbeiterin konzentriert auf mehrere Monitore: Auf einem erscheinen die Echtzeitdaten der Rohstoffannahme, auf einem anderen wird die Temperatur des Pasteurisierungsvorgangs überwacht. Im Hintergrund laufen die Abfüllmaschinen, der Schichtleiter prüft am Tablet, ob alle Anlagen bereit für den Produktionsstart sind. Mit einem Klick setzt er den Produktionsauftrag für 20.000 Liter Frischmilch in Gang. Das System verteilt automatisch die Arbeitsanweisungen an die Anlagen, steuert die Zuordnung der Chargen und koordiniert die Reinigung der Tanks zwischen den Produktionsschritten. Währenddessen werden Qualitätsdaten und Prozessparameter lückenlos erfasst und zentral dokumentiert.

Der gesamte Prozess läuft wie ein eingespieltes Orchester: Vom Wareneingang über Verarbeitung bis hin zur Verpackung und Auslieferung. Abweichungen werden sofort gemeldet, Anpassungen können direkt vorgenommen werden. In vielen Produktionsbetrieben der Lebensmittelindustrie läuft es ähnlich: Die IT-Architektur koordiniert die Abläufe im Hintergrund: Doch wie muss sie aufgebaut sein, damit alles reibungslos funktioniert?

Vernetzung hat zugenommen

Die Automatisierungspyramide ist im Produktionsumfeld seit Langem Standard - auch in der Lebensmittelindustrie. Neue IT-Architekturen darin abzubilden, wird allerdings immer schwieriger. Vieles lässt sich nicht mehr hierarchisch darstellen. Peter Hofmann, Manager Innovation bei MPDV, begründet: "Ein wesentlicher Nachteil der Pyramidendarstellung ist, dass immer nur direkt benachbarte Schichten miteinander kommunizieren - und das meist in proprietären Protokollen. Heute hat die Vernetzung deutlich zugenommen, etwa, um in der Lebensmittelindustrie Qualitätsdaten in Echtzeit zu erfassen und auszuwerten, sodass dieses Kommunikationsprinzip nicht mehr zielführend ist."

MPDV Mikrolab GmbH

Dieser Artikel erschien in SPS-MAGAZIN 13 (Dezember) 2025 - 15.12.25.
Für weitere Artikel besuchen Sie www.sps-magazin.de

Firmenportrait