Moderne Fertigung individueller Verbindungstechnik
Konfektionierung auf der Überholspur
Die Nachfrage nach fertig konfektionierten Leitungen ist groß: Sie sind der Schlüssel zu einer schnellen Auslieferung von Maschine, Roboter und Co. Das baden-württembergische Unternehmen Elko Verbindungstechnik hat seinen Stammsitz in Kirchheim am Neckar modernisiert und die Abläufe vor Ort beschleunigt. Die Kunden profitieren von einer großen Auswahl an Meterware zahlreicher Industriehersteller.
Bild: igus GmbH
Bild: igus GmbHEine alltägliche Szene bei vielen Industrieunternehmen weltweit: Am Empfang kommt ein Paket mit den neuen konfektionierten Leitungen an. Ein kurzer Transport in die Fertigung, wenige Handgriffe und die Leitung sitzt fest im Roboter, im Fahrzeug, Flugzeug oder im Röntgengerät. Konfektionierte Leitungen sind aus der zeitoptimierten industriellen Fertigung nicht mehr wegzudenken. Das ist kein Wunder, denn sie nehmen dem Personal vor Ort viele Stunden an Arbeit ab. In der Herstellung von Maschinen und Anlagen bleibt meist keine Zeit, sich selbst um die komplexe Konfektionierung der verschiedenen Leitungen zu kümmern. Der Prozess erfordert Fachwissen und einen sicheren Umgang mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Leitungen, seien es Motor-, Steuer- oder Antriebsleitungen. Hersteller müssen sich daher auf Konfektionierungsunternehmen wie Elko Verbindungstechnik verlassen können, die bei kurzen Lieferzeiten stets hohe Qualität liefern. Die Firma mit Sitz in Kirchheim am Neckar hat jüngst ihre Produktion von Grund auf modernisiert und führt so die lange Tradition in der Kabelkonfektionierung in die Zukunft.
Bild: Igus GmbH
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Bild: igus GmbHQualität seit 1998
Gegründet wurde Elko Verbindungstechnik im Jahr 1998 von Harwig Nuß und Markus Grözinger. Bereits zu Beginn konnten die beiden Branchenexperten auf ein langes Vertrauensverhältnis zu den Kunden zurückblicken, die vor allem im süddeutschen Raum beheimatet sind. Ursprünglich in Lauffen am Neckar zu Hause, zog das Team im Jahr 2012 auf das Gelände in Kirchheim, wo Verwaltung und Produktion an einem Ort gebündelt sind. Nuß und Grözinger war es immer ein großes Anliegen, die eigenen Prozesse auf die Probe zu stellen und weiterzuentwickeln. Da passt es gut ins Bild, dass die Fertigung nun in einem mehrere Monate andauernden Modernisierungsprozess auf den neuesten Stand gebracht wurde. Die Grundlage dafür bildete die Anfang 2025 erfolgte Übernahme der Elko Verbindungstechnik durch das Kölner Unternehmen Igus. Dieses hat jahrzehntelange Erfahrung in der Konfektionierung von Leitungen, die hauseigene Chainflex-Serie ist für den Einsatz in bewegten Anwendungen ausgelegt und umfasst inzwischen 1.354 Leitungstypen für Daten-, Bus- und Hybridsysteme, Steuerung und Antrieb. Künftig konfektioniert Elko Verbindungstechnik neben den Leitungen vieler anderer namhafter Hersteller auch die Chainflex-Leitungen für den süddeutschen Raum im Auftrag von Igus.
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Bild: igus GmbHUmfangreiche Arbeit
Wer sich durch die modernisierten Hallen von Elko Verbindungstechnik bewegt, trifft an jeder Ecke Mitarbeitende, die sich über die vielen Investitionen in ihren Arbeitsplatz freuen. Los geht der Konfektionierungsprozess in der Warenannahme, wo Mitarbeitende die Pakete in Empfang nehmen, prüfen und die für die Produktion notwendigen Informationen in das hauseigene System einpflegen. Im Anschluss gehen die Artikel in das neue Warenlager, unweit davon werden bereits die nächsten Leitungen auf die erforderlichen Längen gekürzt. Der Vorgang erfordert einen erheblichen Grad an Präzision, schließlich geht es beim Konfektionieren von Leitungen oft um Millimeter. Im Elko-Lager sind Leitungen aller namhaften Hersteller vertreten. Die Kunden können auf eine breite Variation an Leitungstypen, Querschnitten und weiteren Parametern zurückgreifen. Die zugeschnittenen Leitungen gehen anschließend im Handumdrehen in die Nachbarhalle: Dort ist geschultes Fachpersonal am Werk. Die Mitarbeitenden isolieren die Leitungen ab, crimpen und versehen sie mit Steckverbindern. Was in der Vergangenheit noch eine weitgehend manuelle Arbeit war, wurde in den vergangenen Monaten an vielen Stellen automatisiert. "Wir haben unsere Prozesse komplett umgestellt und die Fabrik umgebaut", sagt Iris Lucks, die seit 25 Jahren Teil des Unternehmens ist. Bei der Modernisierung orientierte sich Elko Verbindungstechnik an dem Vorbild des neuen Mutterunternehmens Igus. Die Firma hat mehrere Maschinen nach Kirchheim geliefert, die Prozesse nach dem Vorbild aus Köln aufgestellt. Das sorgt für Synergieeffekte und erlaubt einen breiteren Austausch, die Mitarbeitenden wurden durch erfahrenes Igus-Personal geschult. "Elko wird von allen Erfahrungen, Prozessen und Automationen der Igus Köln partizipieren. Kern-Automatisierungen und -prozesse sind bereits übertragen und in voller Funktion", sagt Christian Stremlau, Geschäftsbereichsleiter Readycable & Readychain bei Igus sowie Elko-Geschäftsführer. Zuletzt kamen neue Crimp- und Aufrichtmaschinen am Neckar an, die Modernisierung bleibt weiterhin ein wichtiges Thema von Elko Verbindungstechnik.
Wie die Fertigung von der Automatisierung profitiert, das zeigt der Blick ins Prüffeld. Während das Prüfprogramm in der Vergangenheit noch selbst erstellt werden musste, läuft nun alles automatisiert. Das steigert die Effizienz, macht aber auch technische Neuerungen wie die Prüfung höherer Spannungen möglich - von denen schließlich die Kunden profitieren. Sind die Leitungen fertig konfektioniert, werden sie mit einer Personalnummer, dem Leitungstyp und dem Herstellungsjahr bedruckt und anschließend für den Versand vorbereitet. Das Kundennetz von Elko Verbindungstechnik erstreckt sich über den gesamten süddeutschen Raum, das Unternehmen arbeitet mit einer Vielzahl an Stammkunden seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammen.
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Bild: Igus GmbHFreie Wahl der Hersteller
Die Kunden schätzen vor allem den direkten Draht nach Kirchheim und die damit verbundene Flexibilität. Als Leitungskonfektionierer ist Elko Verbindungstechnik nicht auf die Konfektionierung eines einzelnen Herstellers beschränkt. "Die freie Wahl der Meterware ist ein sehr großer Vorteil für die Kunden", weiß Stremlau. In den vergangenen Jahren hat das Elko-Team eine große Expertise in der Festverlegung von Leitungen aufgebaut. Ein Aspekt, von dem nun auch Igus profitiert. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Produktion von Leitungen, die primär in bewegten Anwendungen zum Einsatz kommen. Igus liefert seine fertig konfektionierten Leitungen als sogenannte Readycable aus, die besonders resistent und strapazierfähig sind. Die Readycables sind innerhalb weniger Tage versandfertig, sodass bei den Kunden kaum Verzögerung auftritt. Igus unterzieht alle Readycable-Produkte einer strengen Qualitätskontrolle und Funktionsprüfung, diesen Prozess hat Elko Verbindungstechnik nun für die eigenen Konfektionierungen übernommen. Verwendet werden die Leitungen auch in den fertig bestückten Energiekettensystemen Readychain, mit denen die Konfektionierungszeit laut Anbieter um bis zu 95 Prozent sinkt.
Bild: Igus GmbHUnternehmen möchte wachsen
Durch die Modernisierung der Fertigung ist es Elko Verbindungstechnik gelungen, das eigene Portfolio zu erweitern und den Kunden eine noch bessere Betreuung zu bieten. Aktuell stehen die Zeichen auf Wachstum: Die Firma ist auf der Suche nach engagierten Fachkräften, die Interesse an einer Arbeit in einem modernen Umfeld haben. 27 Jahre nach Gründung gilt für Elko Verbindungstechnik nach wie vor die Vision, wie sie die Gründer Harwig Nuß und Markus Grözinger mehr als zwei Jahrzehnte lang vorgelebt haben: Eine enge Zusammenarbeit auf Augenhöhe, bei der die Kunden von einer umfassenden Flexibilität und einer individuellen Beratung profitieren.
Die Nachfrage nach fertig konfektionierten Leitungen ist groß: Sie sind der Schlüssel zu einer schnellen Auslieferung von Maschine, Roboter und Co. Das baden-württembergische Unternehmen Elko Verbindungstechnik hat seinen Stammsitz in Kirchheim am Neckar modernisiert und die Abläufe vor Ort beschleunigt. Die Kunden profitieren von einer großen Auswahl an Meterware zahlreicher Industriehersteller.
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Bild: igus GmbHEine alltägliche Szene bei vielen Industrieunternehmen weltweit: Am Empfang kommt ein Paket mit den neuen konfektionierten Leitungen an. Ein kurzer Transport in die Fertigung, wenige Handgriffe und die Leitung sitzt fest im Roboter, im Fahrzeug, Flugzeug oder im Röntgengerät. Konfektionierte Leitungen sind aus der zeitoptimierten industriellen Fertigung nicht mehr wegzudenken. Das ist kein Wunder, denn sie nehmen dem Personal vor Ort viele Stunden an Arbeit ab. In der Herstellung von Maschinen und Anlagen bleibt meist keine Zeit, sich selbst um die komplexe Konfektionierung der verschiedenen Leitungen zu kümmern. Der Prozess erfordert Fachwissen und einen sicheren Umgang mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Leitungen, seien es Motor-, Steuer- oder Antriebsleitungen. Hersteller müssen sich daher auf Konfektionierungsunternehmen wie Elko Verbindungstechnik verlassen können, die bei kurzen Lieferzeiten stets hohe Qualität liefern. Die Firma mit Sitz in Kirchheim am Neckar hat jüngst ihre Produktion von Grund auf modernisiert und führt so die lange Tradition in der Kabelkonfektionierung in die Zukunft.
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Dieser Artikel erschien in SPS-MAGAZIN 13 (Dezember) 2025 - 15.12.25.Für weitere Artikel besuchen Sie www.sps-magazin.de