Neue VDMA-Ingenieurerhebung
77% wollen Zahl der Ingenieure stabil halten
Bild: VDMA e.V.Laut der neuen VDMA-Ingenieurerhebung, an der gut 400 Maschinenbaubetriebe teilgenommen haben, wollen 77% der befragten Unternehmen (bis 500 Beschäftigte) die Anzahl ihrer Ingenieurinnen und Ingenieure stabil halten. Weitere 17% gehen sogar von einer Erhöhung aus. Weniger positiv sind die Erwartungen bei den größeren Unternehmen. Jedes vierte Unternehmen rechnet hier mit einer rückläufigen Zahl und nur 56% gehen von einer stabilen Entwicklung aus.
Gleichzeitig bestehen weiterhin Engpässe auf dem Arbeitsmarkt: 54% der Unternehmen berichten von leichten, 17?% von starken Engpässen, die richtigen Ingenieurkräfte zu finden. Vor allem große Unternehmen rechnen mittlerweile mit einer stärkeren Ausweitung ihrer FuE-Aufwendungen im Ausland als im Inland.
Nur bessere Standortbedingungen sichern Innovationskraft
"Im Maschinenbau arbeitet über die Hälfte der Ingenieurinnen und Ingenieure in Forschung, Entwicklung und Konstruktion.", sagt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer. So geben fast alle Unternehmen, die einen Personalabbau bei Ingenieurinnen und Ingenieuren planen, als Grund einen Auftragsrückgang bzw. eine schwierige wirtschaftliche Lage an. Bei zwei von drei Unternehmen, die Personal reduzieren wollen, spielen auch gestiegene Personalkosten eine Rolle.
Weiter gute Zukunftsperspektiven für den Techniknachwuchs
Etwa 20% der Ingenieurinnen und Ingenieure im Maschinen- und Anlagenbau werden voraussichtlich in den kommenden zehn Jahren in den Ruhestand gehen. Zusätzlich stellt die sinkende Zahl an Absolventinnen und Absolventen - insbesondere in Maschinenbau/Verfahrenstechnik - eine Herausforderung für die Nachbesetzung dar.
Engpässe halten an
Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen beobachtet auf dem Arbeitsmarkt weiterhin Engpässe bei Ingenieurinnen und Ingenieuren. Dies betrifft in erster Linie die Unternehmensbereiche Forschung und Entwicklung sowie IT/Informatik. Insbesondere bei kleineren Unternehmen steht dagegen der Bereich Konstruktion an erster Stelle. Lediglich 29% beobachten keine Engpässe. Für Unternehmen wird es immer wichtiger, dass Ingenieurinnen und Ingenieure über KI-Kompetenzen verfügen. 55% halten anwendungsbezogene KI-Kompetenzen für eher wichtig, 31% sogar für sehr wichtig. Bei großen Unternehmen ist dieser Anteil noch deutlich höher. Ähnlich ist es bei Daten- und Modellkompetenzen sowie Entwicklungs- und Integrationskompetenzen.
Großer Handlungsbedarf bei KI an Hochschulen
Für mehr als 80% der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau zählt Künstliche Intelligenz zu den wichtigsten Schlüsseltechnologien. Zugleich stellt KI neue Anforderungen an die Ausbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren an den Hochschulen. Fast jedes zweite befragte Unternehmen (49%) ist jedoch der Ansicht, dass Ingenieurinnen und Ingenieure während des Studiums eher schlecht oder sehr schlecht auf den Umgang mit KI vorbereitet werden. Nur 23% glauben dagegen, dass die Vorbereitung eher gut oder sehr gut ist.
Insgesamt gehen 75% der Befragten davon aus, dass der Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren durch KI stabil bleibt oder sogar steigt.
Bild: VDMA e.V.Laut der neuen VDMA-Ingenieurerhebung, an der gut 400 Maschinenbaubetriebe teilgenommen haben, wollen 77% der befragten Unternehmen (bis 500 Beschäftigte) die Anzahl ihrer Ingenieurinnen und Ingenieure stabil halten. Weitere 17% gehen sogar von einer Erhöhung aus. Weniger positiv sind die Erwartungen bei den größeren Unternehmen. Jedes vierte Unternehmen rechnet hier mit einer rückläufigen Zahl und nur 56% gehen von einer stabilen Entwicklung aus.
Gleichzeitig bestehen weiterhin Engpässe auf dem Arbeitsmarkt: 54% der Unternehmen berichten von leichten, 17?% von starken Engpässen, die richtigen Ingenieurkräfte zu finden. Vor allem große Unternehmen rechnen mittlerweile mit einer stärkeren Ausweitung ihrer FuE-Aufwendungen im Ausland als im Inland.
VDMA e.V.
Dieser Artikel erscheint in www.der-maschinenbau.de 2026 - 22.12.26.Für weitere Artikel besuchen Sie