Dr. Axel Zein über die Integration von KI in die Elektrokonstruktion

In 18 Monaten von der ersten Idee zur marktfähigen Lösung

Die Integration von künstlicher Intelligenz verspricht auch auf dem Gebiet der Elektrokonstruktion deutliche Produktivitätssteigerungen. WSCAD war hier im Herbst 2024 Pionier bei der Vorstellung einer entsprechenden Software. Im Gespräch mit SCHALTSCHRANKBAU erläutert WSCAD-CEO Dr. Axel Zein u.a. den Weg dorthin und die Akzeptanz, auf die eine solche Lösung in Deutschland, aber auch international stößt.

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Dr. Axel Zein: "Heute liegt der größte Nutzen von KI in der Automatisierung repetitiver Aufgaben, der Nutzung von vorhandenem Wissen und der Ableitung nachgelagerter Prozesse - etwa im Schaltschrankbau oder in der Dokumentation."

Herr Dr. Zein, vor rund eineinhalb Jahren sind Sie mit der ersten Version Ihrer Software Electrix AI auf den Markt gekommen. Im Bereich der Elektroplanung hat es damit relativ lange gedauert, bis künstliche Intelligenz eine Rolle spielte. Was war für WSCAD der Impetus, das Thema anzugehen?

Dr. Axel Zein: Der entscheidende Impuls war die Diskrepanz zwischen steigender technischer Komplexität und der Art, wie Elektrokonstruktion vielerorts noch betrieben wird. Wir sehen seit Jahren mehr Normen, mehr Varianten, mehr Dokumentation - aber kaum strukturelle Entlastung für die Ingenieure. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel. Irgendwann wird klar: Mit reiner Prozess-optimierung kommt man nicht mehr weiter. KI ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein Hebel, um Produktivität und Qualität im Engineering gleichzeitig zu erhöhen.

WSCAD GmbH

Dieser Artikel erschien in SCHALTSCHRANKBAU 2 (März) 2026 - 16.03.26.
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