Neuer Blick auf den 1:1-Test

Wenn die Inbetriebnahme zum Kostenfresser wird

Wer heute als Systemintegrator in der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) arbeitet, kennt es: Projekte werden komplexer, Zeitfenster enger und qualifizierte Fachkräfte schwerer zu finden. Gleichzeitig wächst der Anspruch der Auftraggeber an Technik, Dokumentation und Vorgaben. Viele Integratoren arbeiten seit Jahren zuverlässig mit etablierten MSR-Herstellern und stoßen dennoch im Projektalltag an organisatorische und wirtschaftliche Grenzen. Dabei liegt das Problem oft nicht an der MSR-Plattform und -Technik selbst, sondern an den Prozessen rund um Planung, Inbetriebnahme und Nachweisführung.

Bild: Deos AktiengesellschaftBild: Deos Aktiengesellschaft
Die Hardwarekomponente OnSite-Box sichert die Konnektivität der Lösung auf der Baustelle.

Eine typische Abnahme auf der Baustelle verläuft selten planmäßig: Ein Feldgerät ist anders oder falsch verkabelt als im Plan vorgesehen oder ein Signal kommt schlicht nicht dort an, wo es sollte.

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Der Einsatz von Lösungen wie der OnSite App kann Effizienz, Transparenz und Wirtschaftlichkeit in der Inbetriebnahme von Gebäudeautomation steigern.

In solchen Momenten zeigt sich, wie aufwendig der herkömmliche Inbetriebnahmeprozess sein kann. Gerade der 1:1-Test (= die Verbindung zwischen Feldgerät (Quelle) und Senke wie IO-Module) wird schnell zum Zeitfresser. Was nach Routine klingt, bindet unglücklicherweise hochqualifizierte Fachkräfte an diese Tätigkeit, die nicht anspruchsvoll sind. Gleichzeitig entstehen Lücken in der 1:1-Test-Dokumentation aus Zeitdruck. Genau diese rächen sich später bei Abnahmen, Nachträgen oder Gewährleistungsfragen. Besonders kritisch ist, dass in der klassischen Vorgehensweise wertvolle Zeit der Fachexperten beim Systemintegrator blockiert wird. Häufig muss der Programmierer selbst auf der Baustelle sein, um bei Bedarf Anpassungen am Regelprogramm vorzunehmen. Währenddessen wartet er auf die Rückmeldung seines Kollegen, der sich in einem anderen Gebäudeteil direkt am Feldgerät befindet. Diese Stillstandszeiten sind teuer und der Experte fehlt an anderer Stelle.

DEOS Aktiengesellschaft

Dieser Artikel erschien in GEBÄUDEDIGITAL 2 (April) 2026 - 09.04.26.
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