Klaus Conrad - Unternehmer, Visionär, Möglichmacher

90 Jahre Pioniergeist

Mit 18 Jahren tritt er ins Familienunternehmen ein, mit 40 übernimmt er die Leitung - und prägt Conrad Electronic über Jahrzehnte hinweg als Versandpionier, Logistikinnovator und europäisch agierende Beschaffungsplattform. Am 27. Februar wurde Klaus Conrad 90 Jahre alt. Anlass genug, eine Unternehmerpersönlichkeit zu würdigen, die Technikdistribution, Logistik und regionale Verantwortung gleichermaßen neu gedacht hat.

Bild: Conrad Electronic SEBild: Conrad Electronic SE
Klaus Conrad an seinem Schreibtisch in Hirschau - von hier aus stellte er früh die Weichen für EDV-gestützte Prozesse, internationale Beschaffung und den Ausbau einer der leistungsfähigsten Logistikstrukturen im europäischen Technikhandel.

3 Fragen an Claus Conrad

Auf seiner Geburtstagsfeier blickte Klaus Conrad auf eine unternehmerische Biografie zurück, die eng mit der Entwicklung der deutschen Elektronikdistribution und industriellen Beschaffung verknüpft ist. Bereits 1954, im Alter von 18 Jahren, tritt er nach einer Banklehre in das von seinem Vater Werner Conrad geführte Unternehmen ein. Die frühen Jahre sind geprägt von Improvisation und Sparsamkeit. Kartons werden bei Lebensmittelhändlern gesammelt, Paketschnüre sorgfältig wiederverwendet - typische Bilder einer Nachkriegsökonomie, in der Effizienz aus der Not geboren wird. Doch Klaus Conrad denkt früh weiter. Während sein Vater konsequent auf den Versandhandel setzt, entwickelt der Sohn parallel ein Faible für den stationären Handel und baut in den 1960er-Jahren ein Netz Technischer Kaufhäuser (TeKa) in der Oberpfalz auf.

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Dieser Artikel erschien in SPS-MAGAZIN 3 (HMI) 2026 - 07.04.26.
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