KI-gestützte Bewertungen für Vertriebsteams

Variantenvielfalt ja, aber wirtschaftlich sinnvoll

In den komplexen Portfolios von Variantenfertigern fehlt häufig die Transparenz, welche Individualisierungen wirtschaftlich sinnvoll sind und welche als sogenannte Margen-Killer wirken. KI-basierte Bewertungen und kontextbezogene Entscheidungshilfen am Point of Sale zeigen Risiken auf und helfen Vertriebsteams dabei, profitablere Entscheidungen zu treffen.

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Die Nachfrage nach individualisierten Produkten wächst. Mit zunehmender Variantenvielfalt steigt jedoch auch die Komplexität in der gesamten Wertschöpfungskette. Während etwa CPQ-Software bereits dabei hilft, technische Umsetzbarkeit zu prüfen, bleiben wesentliche wirtschaftliche Fragen meist unbeantwortet. Vertriebsteams wissen beispielsweise oft nicht, welche Varianten tatsächlich profitabel sind, welche Merkmalsauswahl Sondervarianten erzeugt oder wie sich veränderte Rahmenbedingungen auf Kostenstrukturen und Lieferzeiten auswirken. Es fehlt die entscheidende Brücke zum Produktmanagement, so dass die zwei Bereiche eher nebeneinander arbeiten.

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Vorzugsvarianten datenbasiert besser verkaufen.

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Aus Unternehmenswissen entstehen KI-gestützte Handlungsempfehlungen, sogenannte Nudges.

Software-Anbieter wie Encoway entwickeln Ansätze, mit denen Unternehmen Vorzugsvarianten leichter bewerten und verkaufen können.

Denn in der Praxis führt die fehlende Verbindung von Portfoliowissen und Vertriebsrealität dazu, dass Entscheidungen häufig nach Gefühl getroffen werden. Mitarbeitende verlassen sich auf vermeintliche Erfahrungswerte, die jedoch nur begrenzt belastbar sind, wenn ein Portfolio aus Tausenden Produkten mit Zehntausenden Varianten besteht. Nicht selten werden Großkunden bevorzugt, obwohl deren Bestellungen vielleicht aufgrund von Sonderanforderungen überproportional viel Aufwand erzeugen. Gleichzeitig fehlen Hinweise darauf, welche Alternativen technisch vergleichbar, wirtschaftlich aber weitaus attraktiver wären. Diese Intransparenz begünstigt sogenannte Margen-Killer - Varianten, die mehr Aufwand verursachen, als sie einbringen, etwa durch aufwendige Rüstprozesse, schwer beschaffbare Komponenten oder erhöhte Lagerhaltungskosten.

Hinzu kommen externe Faktoren wie Lieferkettenstörungen oder kurzfristige Preisveränderungen, die sich unmittelbar auf Beschaffungs- und Produktionskosten auswirken können. Wird etwa ein Bauteil knapp oder fällt temporär aus, entstehen schnell Verzögerungen, die zu Unzufriedenheit oder sogar zu Vertragsstrafen führen können. Ohne klare Datenbasis bleibt es Vertriebsorganisationen überlassen, zwischen margenschwachen und attraktiven Varianten zu unterscheiden.

encoway GmbH

Dieser Artikel erschien in IT&Production 3 (April) 2026 - 08.04.26.
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