Baumaschinen aus der autonomen Fertigung
Roboter im Stahlbau
Der Baumaschinenhersteller Liebherr fertigt in seinem Werk im österreichischen Telfs ganze Baugruppen automatisiert. Eine von Yaskawa entwickelte und gebaute Fertigungszelle mit drei Industrierobotern übernimmt dabei sämtliche Manipulations- und Fügeprozesse bis hin zur Ausschleusung des fertigen Bauteils.
Bild: Yaskawa Europe GmbHDie Liebherr-Firmengruppe mit Hauptsitz in der Schweiz zählt zu den größten Baumaschinenherstellern der Welt. Im Werk im österreichischen Telfs entstehen Planier- und Laderaupen, Teleskoplader und Rohrleger.
Bild: Yaskawa Europe GmbH
Bild: Yaskawa Europe GmbH
Bild: Yaskawa Europe GmbH
Bild: Yaskawa Europe GmbHAutomatisierte Zelle
Die Wahl fiel auf eine vollautomatische Schweißroboterzelle von Yaskawa. Das Anlagenkonzept kombiniert darin auf rund 22x8m Grundfläche insgesamt vier Arbeitsstationen, bestehend aus zwei Schweiß- und zwei Handlingbereichen. Im Herbst 2025 ging die Anlage in Betrieb.
In der ersten Station (Schweißbereich 1) heftet und verschweißt ein Yaskawa-Schweißroboter automatisch die Bauteile nach entsprechender Schweißfolge. Anschließend übernimmt ein zweiter Schweißroboter das Bauteil zur weiteren Bearbeitung in der zweiten Station (Schweißbereich 2). Bedient werden die beiden Schweißroboter durch einen Handlingroboter, der die dritte Station (Handlingszone) einnimmt. Dieser stammt ebenfalls von Yaskawa und greift die Einzelteile aus den unterschiedlichen vorgelagerten Ablagepositionen an der Zellenvorderseite. Montiert auf einer Bodenfahrbahn, deckt der Handlingroboter dabei einen großen Arbeitsbereich ab und kann alle erforderlichen Positionen in der Zelle gut erreichen. Zum sauberen Greifen der unterschiedlichen Einzelbauteile ist der Roboter mit verschiedenen Greifern ausgestattet. Diese lassen sich automatisch wechseln.
Mannlose dritte Schicht
Die vierte Station der vollautomatischen Zelle (Fertigteilhandling) übernimmt schließlich die Entnahme bzw. Ausförderung der Fertigteile über ein eigenes Handlingsportal, das mit einem speziellen Universalgreifer ausgestattet ist. Durch Vorpufferung und alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen erlaubt dieses Zellenlayout einen vollautomatischen Betrieb, sodass die dritte Arbeitsschicht sogar mannlos gefahren werden kann. Insgesamt erbrachten die Automationsmaßnahmen eine Produktionssteigerung von mehr als 50 Prozent. "Die neue Anlage ermöglicht die Fertigung komplexer Bauteilgruppen im Stahlbau, bei der sämtliche Manipulations- und Fügeprozesse bis hin zur Ausschleusung des fertigen Bauteils vollständig automatisiert ablaufen", fasst Vizvary zusammen.
Der Baumaschinenhersteller Liebherr fertigt in seinem Werk im österreichischen Telfs ganze Baugruppen automatisiert. Eine von Yaskawa entwickelte und gebaute Fertigungszelle mit drei Industrierobotern übernimmt dabei sämtliche Manipulations- und Fügeprozesse bis hin zur Ausschleusung des fertigen Bauteils.
Bild: Yaskawa Europe GmbHDie Liebherr-Firmengruppe mit Hauptsitz in der Schweiz zählt zu den größten Baumaschinenherstellern der Welt. Im Werk im österreichischen Telfs entstehen Planier- und Laderaupen, Teleskoplader und Rohrleger.
Bild: Yaskawa Europe GmbH
Bild: Yaskawa Europe GmbH
Yaskawa Europe GmbH
Dieser Artikel erschien in IT&Production 3 (April) 2026 - 08.04.26.Für weitere Artikel besuchen Sie www.it-production.com