Expertin sieht Mittelstand "unter Druck von allen Seiten"
Bild: Jane Enny van LambalgenBundeswirtschaftsministerin Reiche warnt: "Unsere Industrie blutet aus. Die Deindustrialisierung beschleunigt sich." Jane Enny van Lambalgen, CEO von Planet Industrial Excellence, bestätigt: "Diese Entwicklung erlebe ich bei meinen Einsätzen im Mittelstand beinahe täglich." Ihrer Beobachtung nach ist jedoch nicht allein die Energiekrise das Problem, sondern ein "ganzes Bündel an Bürden, das den weiteren wirtschaftlichen Erfolg der mittelständischen Wirtschaft gefährdet."
Laut van Lambalgen führen Bürokratie, hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, steigende Kosten der Digitalisierung und KI-Risiken sowie globale Unsicherheiten zu einer "spürbaren Erosion der Wettbewerbsfähigkeit". Sie betont, dass diese Belastungsfaktoren sich gegenseitig überlagern und verstärken. So klagt sie, Bürokratielasten nähmen trotz Versprechen kontinuierlich zu: Statt Dokumente zu reduzieren, müssen Unternehmen immer mehr Nachweise erbringen und Meldungen abgeben, oft auf Kosten von Innovation und Produktivität.
Energiepreise gelten schon lange als großer Wettbewerbsnachteil; zahlreiche Industriebetriebe berichten, sie hätten ihre Produktion verkürzt oder würden ihre globale Konkurrenzfähigkeit bedroht sehen. Bei all dem ist der Fachkräftemangel eine Wachstumsbremse: Viele Mittelständler leiden darunter, verlorene Mitarbeiter durch Renteneintritte sind nicht adäquat ersetzbar.
"Seit Jahren stehen die überbordende Bürokratie, die Energiefrage und der demografische Faktor im Raum, aber ein Gegensteuern ist nicht zu erkennen", klagt van Lambalgen. Zugleich sorgt sie sich um Investitionen: Finanzierungsbedingungen verschärfen sich durch höhere Zinsen, strengere Eigenkapitalanforderungen und zusätzliche regulatorische Hürden - all das mache Fremdkapital für viele Unternehmen schwer oder teuer zugänglich.
Für sie ist klar: Hochgerüstete Risiken, hausgemachte Probleme und fehlende politische Konsequenz führen zu einer "strukturellen Mehrbelastung enormen Ausmaßes". Und sie warnt: "Wenn sich nichts Wesentliches ändert, wird sich die mittelständische Wirtschaft in Deutschland nie mehr erholen."
Bild: Jane Enny van LambalgenBundeswirtschaftsministerin Reiche warnt: "Unsere Industrie blutet aus. Die Deindustrialisierung beschleunigt sich." Jane Enny van Lambalgen, CEO von Planet Industrial Excellence, bestätigt: "Diese Entwicklung erlebe ich bei meinen Einsätzen im Mittelstand beinahe täglich." Ihrer Beobachtung nach ist jedoch nicht allein die Energiekrise das Problem, sondern ein "ganzes Bündel an Bürden, das den weiteren wirtschaftlichen Erfolg der mittelständischen Wirtschaft gefährdet."
Laut van Lambalgen führen Bürokratie, hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, steigende Kosten der Digitalisierung und KI-Risiken sowie globale Unsicherheiten zu einer "spürbaren Erosion der Wettbewerbsfähigkeit". Sie betont, dass diese Belastungsfaktoren sich gegenseitig überlagern und verstärken. So klagt sie, Bürokratielasten nähmen trotz Versprechen kontinuierlich zu: Statt Dokumente zu reduzieren, müssen Unternehmen immer mehr Nachweise erbringen und Meldungen abgeben, oft auf Kosten von Innovation und Produktivität.
Energiepreise gelten schon lange als großer Wettbewerbsnachteil; zahlreiche Industriebetriebe berichten, sie hätten ihre Produktion verkürzt oder würden ihre globale Konkurrenzfähigkeit bedroht sehen. Bei all dem ist der Fachkräftemangel eine Wachstumsbremse: Viele Mittelständler leiden darunter, verlorene Mitarbeiter durch Renteneintritte sind nicht adäquat ersetzbar.
"Seit Jahren stehen die überbordende Bürokratie, die Energiefrage und der demografische Faktor im Raum, aber ein Gegensteuern ist nicht zu erkennen", klagt van Lambalgen. Zugleich sorgt sie sich um Investitionen: Finanzierungsbedingungen verschärfen sich durch höhere Zinsen, strengere Eigenkapitalanforderungen und zusätzliche regulatorische Hürden - all das mache Fremdkapital für viele Unternehmen schwer oder teuer zugänglich.
Für sie ist klar: Hochgerüstete Risiken, hausgemachte Probleme und fehlende politische Konsequenz führen zu einer "strukturellen Mehrbelastung enormen Ausmaßes". Und sie warnt: "Wenn sich nichts Wesentliches ändert, wird sich die mittelständische Wirtschaft in Deutschland nie mehr erholen."
Planet Industrial Excellence GmbH
Dieser Artikel erschien in Automation NewsLetter 17 2026 - 16.04.26.Für weitere Artikel besuchen Sie www.sps-magazin.de