Software hybrid modernisieren

Freie Fahrt statt Flaschenhals

Selbst wenn die IT-Systeme der Logistik auslaufen oder an technologische Grenzen stoßen, ist ein radikaler Systemwechsel selten realistisch, denn die Geschäftsprozesse müssen laufen. Daher hat sich eine hybride Modernisierungsstrategie durchgesetzt, bei der Standardsoftware nur dort individualisiert wird, wenn es geschäftskritisch ist. Digitales Yard Management ist ein typisches Feld, an dem sich genau das aufzeigen lässt.

Bild: Arvato SystemsBild: Arvato Systems

Viele Unternehmen arbeiten in der Logistik noch mit alten Systemen, Eigenentwicklungen, unterschiedlichen Installationen je Standort und Anbindungen an jahrzehntealte Steuerungs- und Fördertechnik. Oft decken diese Anwendungen nicht mehr alle notwendigen Anforderungen ab oder ihr Support läuft aus - wie etwa beim klassischen SAP Warehouse Management (WM), das in SAP S/4Hana nur noch im Kompatibilitätsmodus funktioniert und dessen Nutzungsrechte sowie Wartung Ende 2025 ausgelaufen sind. Dann müssen Unternehmen migrieren, was aufgrund der gewachsenen Strukturen und prozessualen Abhängigkeiten eine Herausforderung darstellt. Denn diese Unternehmen müssen im laufenden Betrieb erneuern und das möglichst mit minimalen Auswirkungen auf Lieferfähigkeit und Produktion. Wer dabei versucht, die gesamte Logistik-IT mit einem Mal umzukrempeln, erhöht nicht nur die Komplexität der Landschaft, sondern auch das Stillstandrisiko. Damit entsteht ein Dilemma: Einerseits ist Standardisierung notwendig, um langfristige Zukunftssicherheit, Systemintegration und eine konsistente Datenbasis zu schaffen. Andererseits dürfen geschäftskritische Sonderprozesse nicht abgeschnitten werden. Hier setzt hybride Modernisierung an.

arvato Systems GmbH

Dieser Artikel erschien in IT&Production 5 (Juni) 2026 - 12.06.26.
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