Neuer Sensor für Robotergreifer

Mehr Fingerspitzengefühl

Ein Team von Forschenden rund um Hubert Zangl vom Institut für Intelligente Systemtechnologien hat gemeinsam mit internationalen Partnern einen neuartigen taktilen Sensor entwickelt, der Robotergreifer deutlich sensibler macht. Die Technologie mit dem Namen CapTac misst nicht nur Druckkräfte, sondern auch sogenannte Scherkräfte - also seitlich wirkende Kräfte, die auftreten, wenn ein Objekt zu rutschen beginnt. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift IEEE Robotics and Automation Letters veröffentlicht.

Bild: Universit�t KlagenfurtBild: Universität Klagenfurt

In der Industrie sind Greifer weit verbreitet - sie sind robust, aber oft wenig feinfühlig. Gerade beim Umgang mit empfindlichen, zerbrechlichen oder schwer zu fassenden Objekten stoßen herkömmliche Systeme an ihre Grenzen. "Greift ein Mensch nach einem Objekt, kann er erkennen: Wie und wie stark kann ich das Objekt greifen? Für Maschinen ist es entscheidend, Kontaktflächen zu erkennen und die Verteilung von Normal- und Scherkräften zu messen, insbesondere dann, wenn es darum geht, zu erkennen, ob ein Objekt rutscht oder ob ein Objekt so empfindlich ist, dass es bei zu starkem Druck Schaden nehmen könnte", erklärt Hubert Zangl vom Institut für Intelligente Systemtechnologien. Er führt weiter aus: "Die präzise Erfassung von Kontaktflächen und -kräften ist ein Schlüsselbaustein für die Weiterentwicklung der Robotik, da sie eine unverzichtbare Grundlage für sicheres Greifen und stabile Kontakte darstellt."

Universität Klagenfurt

Dieser Artikel erschien in ROBOTIK UND PRODUKTION 3 (Juni) 2026 - 25.06.26.
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