Christian Wendler, Geschäftsführer bei der M.O.P GmbH:

"Jüngere Mitarbeiter erwarten intuitive, mobile IT-Werkzeuge."

Obwohl überall über KI und Digitalisierung gesprochen wird, arbeitet die Instandhaltung in vielen Industrieunternehmen noch erstaunlich analog. Christian Wendler, Geschäftsführer des Softwareunternehmens M.O.P, schildert im Interview, warum CMMS-Systeme gerade jetzt an Bedeutung gewinnen, weshalb mobile Anwendungen heute ein K.O.-Kriterium sind und wie Unternehmen mit Sensordaten, Condition Monitoring und digitaler Instandhaltung effizienter und revisionssicherer werden.

Bild: M.O.P.Bild: M.O.P.

Herr Wendler, was ist die M.O.P GmbH für ein Unternehmen?

Christian Wendler: Wir sind ein inhabergeführtes mittelständisches Softwareunternehmen und seit 36 Jahren am Markt. Vor 26 Jahren kam von der hiesigen Stadtbeleuchtung Zwickau die Anfrage, ob wir eine Lösung entwickeln können, mit der die gesamten Lichtpunkte in Hinblick auf Wartung und Instandhaltung in ganz Zwickau verwaltet werden können? So banal das klingt, war das die Grundsteinlegung für unser heutiges Zugpferd im Unternehmen: die Instandhaltungssoftware TOM. Danach sind wir erstmal an weitere Ver- und Entsorger herangetreten, also Stadtwerke, Energieversorger und Abwasserzweckverbände. Später kamen dann auch Kunden mit dem Hintergrund hinzu, ihr Facility Management mit TOM zu verwalten. Dies waren unter anderem Krankenhäuser sowie kulturelle und soziale Einrichtungen. Dann stieß der erste Industriekunde dazu. Heute macht die Industrie rund 70 Prozent unseres Kundenkreises aus.

M.O.P.

Dieser Artikel erschien in IT&Production 5 (Juni) 2026 - 12.06.26.
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