Potenziale und offene Fragen

Was der digitale Produktpass für die Fertigung bringt

Der digitale Produktpass (DPP) soll strukturierte Informationen zu Materialien, Herstellung, Nutzung sowie Recycling bündeln und sie über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg zugänglich machen. Damit entsteht eine neue Form von Transparenz, die für Unternehmen, Kunden und Behörden gleichermaßen relevant ist. Johannes Fuhrmann von Arvato Systems ordnet Potenziale ein und beleuchtet Unklarheiten.

Bild: arvato Systems GmbHBild: arvato Systems GmbH

Sein Potenzial entfaltet der digitale Produktpass dann, wenn die zugrunde liegenden Daten sicher, verlässlich und kontrolliert geteilt werden können. Genau hier setzen übergreifende Datenräume an. Zunehmend rücken dabei dezentrale Datenarchitekturen in den Fokus: Anstatt Informationen in zentralen Plattformen zu bündeln, setzen Industrieinitiativen unter dem Dach von Manufacturing-X auf föderierte Strukturen.

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Daten verbleiben bei den jeweiligen Unternehmen, werden aber über gemeinsame Standards interoperabel und kontrolliert zugänglich gemacht.

Dieses Prinzip stärkt nicht nur Datenschutz und Wettbewerbsfähigkeit, sondern gilt als zentrale Voraussetzung für digitale Souveränität - also die Fähigkeit von Unternehmen, ihre Daten eigenverantwortlich zu verwalten und transparent zu steuern, wer unter welchen Bedingungen Zugriff auf welche Informationen erhält.

arvato Systems GmbH

Dieser Artikel erschien in IT&Production 6 (Juli August) 2026 - 17.07.26.
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