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Intelligentes Transportsystem sorgt für mehr Flexibilität beim Labeling

Digitaldruck in sechs Freiheitsgraden

Herkömmliche Druckverfahren mit Kunststoff- und Papieretiketten sind mit langen Rüstzeiten, häufigen manuellen Eingriffen und größeren Mengen an Materialabfällen aufgrund von Fehldrucken oder ineffizienter Umrüstung verbunden. Anders bei der Druckmaschine Tesseract von Norwalt Automation bei der magnetisch schwebende Mover die Druckteile mit sechs Freiheitsgraden in der Bewegung positionieren. Sie ist in der Lage eine Vielzahl von Geometrien abzudecken und die Umstellung auf andere Produkte erfolgt schnell und einfach per Software.

Bild: Beckhoff Automation GmbH & Co. KGBild: Beckhoff Automation GmbH & Co. KG
Tesseract, die von Norwalt entwickelte modulare Maschine für den Direktdruck auf Objekte, ermöglicht eine Produktpositionierung in 6D und basiert auf dem intelligenten Transportsystem XPlanar sowie der PC-basierten Steuerungstechnik von Beckhoff.

Die Kernkompetenz der Norwalt Automation Group ist die komplexe, kundenspezifische Automatisierung für große CPG-Kunden (Consumer Packaged Goods), die oft zu den 50 umsatzstärksten Unternehmen weltweit zählen. Besonders die großen Markenhersteller wünschen sich zunehmend schnellere regionale Produkteinführungen, saisonale Waren und ein reduziertes Lagerrisiko.

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Nach Abschluss des Druckvorgangs nimmt ein Roboter die Behälter aus den Produkthalterungen der magnetisch schwebenden Mover.

Wenn diese mit limitierten Auflagen, regionalen Designs oder schnellen Werbekampagnen experimentieren wollten, mussten sie bisher meist kleinere Auflagen an Vertragsverpacker auslagern oder hohe Kosten und lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Daher beschloss Norwalt, die Konstruktion von Etikettendruckmaschinen komplett zu überdenken - hin zu Lösungen, die den Druck beschleunigen sowie den Ausschuss und die Kosten reduzieren. Das Ergebnis ist der Direktdruck auf Objekte. "Oftmals sind die Kosten im Konsumgütermarkt exorbitant, wenn man große Etikettenrollen bestellen, diese in einem klimatisierten Raum lagern und dafür viel Platz aufwenden muss, der für andere Produktionszwecke genutzt werden könnte", so Technical Sales Director Kyle Seitel. "Wenn man auf den Direct-to-Object-Druck umsteigt, ersetzt man im Grunde genommen die Etikettenrollen durch Tinte. Das senkt die Kosten, da eine Flasche Tinte für lange Zeit reicht und nicht in speziellen Räumen gelagert werden muss."

Viele Direktdrucksysteme sind jedoch auf eine einzige Geometrie beschränkt und können ohne umfangreiche mechanische Vorrichtungen keine konischen, unregelmäßigen oder komplexen Formen verarbeiten. Ziel von Norwalt war es, eine flexible Maschine zu entwickeln, die eine Vielzahl von Geometrien unterstützt, schnelle softwaregesteuerte Umstellungen ermöglicht und es erlaubt, den Durchsatz durch das bedarfsgerechte Hinzufügen von Modulen vor Ort zu skalieren.

Beckhoff Automation GmbH & Co. KG

Dieser Artikel erschien in SPS-MAGAZIN 7 + 8 (Juli) 2026 - 24.07.26.
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