ESG strategisch steuern

Warum Compliance- und Nachhaltigkeitsdaten in Beschaffung und Produktion zusammengehören

Regulatorische Anforderungen wie CSRD, EU-Taxonomie oder Reach erhöhen den Druck auf Industrieunternehmen, ESG-Kennzahlen belastbar und prüfsicher bereitzustellen. Gleichzeitig verschärfen sich material- und stoffbezogene Compliance-Vorgaben. In der Praxis zeigt sich, dass sich Nachhaltigkeit und Compliance nicht getrennt steuern lassen. Entscheidend ist eine integrierte Datenarchitektur.

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Viele Produktionsunternehmen haben Nachhaltigkeitsziele definiert: CO2-Reduktionspfade, Scope-3-Transparenz oder Taxonomie-Kriterien stehen strategisch fest. Parallel existieren etablierte Compliance-Prozesse, etwa für Reach-, SVHC-Listen oder Stoffverbote. Die operative Realität ist jedoch oft fragmentiert. Produktdaten liegen im PLM-System, Lieferantenerklärungen im Einkauf, chemische Stoffinformationen in separaten Compliance-Anwendungen oder Tabellenstrukturen. Emissionswerte werden für Reportingzwecke erhoben, stehen aber nicht im direkten Kontext zu Stücklisten oder Bauteilen. Spätestens bei Scope-3-Emissionen wird diese Fragmentierung kritisch. Diese machen in vielen Branchen den größten Anteil am CO2-Fußabdruck aus. Ohne Informationstransparenz zu Materialien, Stoffzusammensetzungen und Lieferanten über die gesamte Organisation, lassen sich weder belastbare Emissionswerte noch auditfähige ESG-Reports erstellen.

iPoint-systems GmbH

Dieser Artikel erscheint in www.it-production.com 2026 - 31.12.26.
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