Neubaur und ZVEI zu Gast bei Gira

Die Gebäudewende braucht politische Weichenstellungen

Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KGBild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
Gira Geschäftsführer Dominik Marte (3.v.l.) erläuterte Ministerin Neubaur, wie Smart-Building-Lösungen durch intelligente Gebäudeautomation und digitales Energiemanagement zu einer deutlichen Verbesserung der Energieeffizienz beitragen können.

Gebäudesektor benötigt Modernisierungsschub

Der Gebäudesektor ist von der bis 2045 angestrebten Klimaneutralität weit entfernt. Noch immer verantwortet er erhebliche Treibhausgasemissionen und verfehlt damit die Zielvorgaben des Klimaschutzgesetzes. Gleichzeitig zeigen technologische Entwicklungen, dass bereits große Einsparungen möglich sind. "Wir diskutieren in Deutschland häufig über Klimaziele. Viel wichtiger ist die Frage, wie wir sie erreichen. Eine Antwort lautet: durch einen umfassenden Modernisierungsschub für Wohn- und Nichtwohngebäude", erklärte Gira-Geschäftsführer Dominik Marte. "Die Technologien dafür sind vorhanden. Gebäudeautomation, intelligente Vernetzung, digitales Energiemanagement, Wärmepumpen und die Integration erneuerbarer Energien ermöglichen erhebliche Fortschritte bei Energieeffizienz und Klimaschutz. Entscheidend ist jetzt, dass diese Potenziale auch in der Breite genutzt werden, und dies schnell. Was dafür fehlt, sind verlässliche politische Rahmenbedingungen, die Investitionen erleichtern, statt sie zu verzögern."

Die Studie von ZVEI und Fraunhofer ISI kommt zu dem Ergebnis, dass sich der Endenergiebedarf von Gebäuden durch Elektrifizierung und Digitalisierung je nach Gebäudetyp im besten Fall um mehr als die Hälfte reduzieren lässt: bei Produktionsgebäuden um 52%, bei Einfamilienhäusern sogar um fast 70%. Den Primärenergiebedarf in Deutschland lassen der Untersuchung zufolge Elektrifizierung und Digitalisierung bis 2045 um rund 210TWh gegenüber dem Referenzpfad sinken. Dadurch könnten in diesem Zeitraum 98Mio.t CO2-Äquivalente vermieden werden.

GIRA Giersiepen GmbH & Co. KG

Dieser Artikel erschien in GEBÄUDEDIGITAL Newsletter 24 2026 - 22.07.26.
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