Retrofit für das Verteilnetz zur Netzzustandsermittlung nach §14a EnWG

Trafostationen werden digital und transparent

Die Stadtwerke Trier müssen, wie viele andere Energieversorger, die Messtechnik im Verteilnetz für die Energiewende modernisieren. Die Wunschliste der Planer war kurz, aber anspruchsvoll: eine platzsparende Installation und ein einfacher Umbau im Betrieb. Und zukünftig sollten alle Lastflussdaten sowohl zentral als auch vor Ort in der Station zur Verfügung stehen. Sie fanden eine Lösung, die alle Kriterien erfüllte.

Bild: �Martin WitzschBild: ©Martin Witzsch
Der selbstentwickelte Messkoffer mit Remote Display RD 96 erleichtert Servicearbeiten.

Im Jahr 2024 belieferten die SWT Stadtwerke Trier mit ihren Tochtergesellschaften in ihrer Zielregion knapp 77.000 Kunden mit rund 557 Millionen kWh elektrischer Energie. Etwa 378 Millionen kWh davon erzeugen die Trierer selbst mit Windkraft und PV-Anlagen. Das Szenario ist typisch für viele deutsche Städte: Ein Stadtkern mit vielen Kellerstationen, einige Gewerbegebiete und ein wachsender Speckgürtel mit immer mehr PV-Anlagen, Wallboxen und Wärmepumpen.

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Neue Kompaktstationen warten auf ihren Einsatz. Sie sind bereits ab Werk mit der Messtechnik von Janitza ausgestattet.

Um das Verteilnetz dafür zu ertüchtigen, brauchen die Betreiber den Überblick über die Lastflüsse. Hinzu kommt die Neuregelung des §14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), die Anfang 2024 in Kraft trat. Demnach dürfen Netzbetreiber den Anschluss von Verbrauchern wie Wärmepumpen, privaten Ladeeinrichtungen usw. nicht mehr ablehnen oder verzögern. Im Gegenzug dürfen sie den Strombezug steuerbarer Verbrauchseinrichtungen temporär reduzieren, wenn eine Überlastung droht. Ein Vorgehen, das sich nur mit einer Netzzustandsermittlung aus aktuellen Lastflussdaten realisieren lässt.

Janitza electronics GmbH

Dieser Artikel erschien in SCHALTSCHRANKBAU 5 (September) 2026 - 01.09.26.
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