Robuste Netzgeräte, Redundanz und Pufferung

Ungeplante Stillstände vermeiden

Stromversorgungen übernehmen im Schaltschrank eine zentrale Aufgabe: Sie versorgen Steuerungen, Sensorik, Kommunikationstechnik und weitere Verbraucher zuverlässig mit Energie. Bei der Auswahl stehen häufig Kennwerte wie Ausgangsspannung, Ausgangsstrom, Wirkungsgrad oder Baugröße im Vordergrund. Für die langfristige Verfügbarkeit einer Anlage reicht diese Betrachtung jedoch nicht aus. In der Praxis entstehen Störungen häufig durch dynamische Lastspitzen, Umgebungseinflüsse oder kurze Versorgungsunterbrechungen. Diese Faktoren sollten deshalb bereits bei der Auslegung des Versorgungskonzepts berücksichtigt werden.

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Viele industrielle Verbraucher verhalten sich im Einschaltmoment anders als im Dauerbetrieb: Magnetventile, Schütze, Motorstarter oder kapazitive Lasten können kurzzeitig deutlich höhere Ströme aufnehmen als im Durchschnittsbetrieb. Fehlen ausreichende Leistungsreserven, kann es zu Spannungseinbrüchen kommen, die Kommunikationsstörungen, Fehlermeldungen, Neustarts von Steuerungen oder das Abschalten einzelner Anlagenteile verursachen. Für die Auslegung ist daher nicht nur die Summe der Dauerströme entscheidend, sondern auch das Verhalten der Verbraucher beim Einschalten und bei Lastwechseln. Stromversorgungen sollten deshalb kurzzeitige Überlasten sicher beherrschen und auch bei dynamischen Lastwechseln eine stabile Ausgangsspannung bereitstellen.

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Das erhöht die Betriebssicherheit und kann helfen, unnötig große Sicherheitszuschläge bei der Dimensionierung zu vermeiden.

FEAS GmbH

Dieser Artikel erschien in SCHALTSCHRANKBAU 5 (September) 2026 - 01.09.26.
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