Offene Robotersteuerungen und aktuelle Entwicklungen in der Industrierobotik

Aus Sicht der Forschung

Durch den Markteintritt von Siemens und Autonox wird die Industrierobotik offener hinsichtlich der Steuerungsarchitektur. Somit können neue Funktionen, die z.B. aus der Forschung entstanden sind, implementiert werden. Früher oblag diese Kompetenz nur den namhaften Roboterherstellern - Innovationen gab es aufgrund dieses Kompetenzmonopols wenige. Innovationen Made in Germany sind wieder möglich - jedoch benötigen Forschungseinrichtungen dazu auch die Mittel zur Beschaffung.

Bild: ISW  Institut f�r SteuerungstechnikBild: ISW Institut für Steuerungstechnik
Am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart konnte 2019 eine Roboterzelle aufgebaut werden, bei der ein Dürr Eco RS 210-2 (Kinematik: Kuka KR210-2, hier mit offener Steuerungsplattfor

Industrieroboter bieten einen großen Arbeitsraum bei niedrigen Anschaffungskosten. Somit verfügen sie über ein hohes Potenzial in der Produktion. Flächendeckend konnte sich dieses Potenzial noch nicht durchsetzen: Zumeist werden Industrieroboter nur in Anwendungen genutzt, bei denen die Genauigkeit eher zweitrangig ist oder diese durch manuelles Einlernen erreicht wird. Hierzu zählen vor allem Pick&Place-Anwendungen, bei denen der Roboter gar nicht am eigentlichen Prozess beteiligt ist. Andere Anwendungen, wie Lichtbogenschweißen, Laserschweißen und -schneiden, erfordern zwar ein erhöhtes Maß an Genauigkeit, sind aber aufgrund der niedrigen Prozesskräfte handhabbar für Industrieroboter.

ISW Institut für Steuerungstechnik

Dieser Artikel erschien in ROBOTIK UND PRODUKTION 4 (September) 2026 - 04.09.26.
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