Produktivität auf Knopfdruck?

Warum viele KIInitiativen scheitern

Unternehmen haben oft hohe Erwartungen an KI-Anwendungen. Häufig wird die Technologie als einsatzbereit betrachtet, sobald vorhandene Daten verbunden sind. In der Praxis bleiben viele Projekte dann hinter den Erwartungen zurück. Ein planvoll errichtetes Fundament für KI-Applikationen kann solchen Misserfolgen vorbeugen.

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Gerade in der Prozessindustrie ist der Weg zu einer produktiven KI-Lösung besonders anspruchsvoll. In den Produktionsanlagen besteht der Herstellprozess aus einer komplexen Prozesslandschaft, die sowohl in den produktionsnahen IT-Systemen als auch in den manuellen Abläufen der Bedienmannschaft abgebildet wird. Gleichzeitig gelten hohe Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit, Validierung, Sicherheit und Compliance. Daher genügt es nicht, Daten nur bereitzustellen.

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Sie müssen integriert, fachlich verstanden und im Prozesskontext interpretiert werden.

Viele KI-Projekte bleiben aktuell in der Proof-of-Concept-Phase stecken: Obwohl Pilotprojekte die technische Machbarkeit zeigen, gelingt der Übergang in den produktiven Betrieb oft nicht. Fehlende Skalierbarkeit und ein ausbleibender Geschäftsnutzen verhindern den Praxiseinsatz. Die eigentliche Herausforderung liegt also meist nicht in der Technologie selbst, sondern in Daten und Prozessen. Unzureichende Datenhistorien, verteilte Datenbestände, fehlende Standards, Medienbrüche und unklare Verantwortlichkeiten erschweren die Implementierung. Zudem müssen Produktions-, Qualitäts- und Dokumentationsdaten häufig erst systemübergreifend verknüpft werden, bevor KI belastbare Zusammenhänge erkennen kann.

SpiraTec AG

Dieser Artikel erschien in IT&Production KI Wissen Kompakt 2026 - 07.09.26.
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