Interview zum Thema Einsatz von DC-Systemen in Rechenzentren

"Viele wollen jetzt schnell umsteigen"

Immer mehr Rechenzentren setzen auf Gleichstromversorgung, auch getrieben durch die hohen Leistungsanforderungen von KI-Anwendungen. Zafer Cankurtaran, Product Manager Direct Current Technology bei Rittal, erklärt, warum DC-Systeme in Sidecars dabei zum neuen Standard werden - heute und in der Zukunft.

Bild: Rittal GmbH & Co. KGBild: Rittal GmbH & Co. KG
Im Sidecar bringt Rittal die Energieversorgung unter - klar getrennt vom Server-Rack: Unter Einsatz der roten Sammelschienen-Systemplattform RiLineX verteilt das Sidecar den Fluss von Gleichstrom in den Anlagen.

Herr Cankurtaran, warum ist der weltweite Markt für Rechenzentren so in Bewegung?

Zafer Cankurtaran: Der Bedarf an Rechenleistung wächst rasant - KI-Anwendungen treiben ihn enorm. Statt 11kW wie bei Standard-Apps ziehen KI-Racks heute bis zu 140kW, bald 300 bis 600kW, perspektivisch geht es sogar bis zu 1MW pro Rack. Bei diesen Leistungsanforderungen werden die Schwächen der AC-Technik spürbar: Jeder Wandlungsschritt von AC zu DC bedeutet Verluste. Zudem führt die niedrige Spannung auf AC-Seite zu hohen Strömen und damit einem starken Mehrbedarf an Kupferleitungen, Netzteilen und weiteren Komponenten - platzraubend, ineffizient und teuer.

Rittal GmbH & Co. KG

Dieser Artikel erschien in SCHALTSCHRANKBAU 5 (September) 2026 - 01.09.26.
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