Software mit 3D-Punktwolken-Verarbeitung & Audit-Trail-Funktion
Benutzerdefinierte Makros
Aus vielen einzelnen Befehlen wird ein einziges, individuell erstelltes Befehlsmakro: Mit der Version 8.1 der Bildverarbeitungssoftware KiVision von Kistler können Anwendende auch ohne Programmierkenntnisse eigene Befehlsmakros per Drag&Drop anlegen. Zudem bietet die Software eine an die FDA angelehnte Audit-Trail-Funktion, mittels derer sich Änderungen lückenlos rückverfolgen lassen. Weitere Funktionen sind das Rückverfolgungsverfahren Track&Trace Fingerprint vom Fraunhofer-Institut IPM sowie die Verarbeitung von 3D-Punktwolken.
Bild: Kistler Instrumente AGMit der Vision-Software KiVision 8.1 können Anwendende häufig benötigte, komplexe Auswertungsschritte in selbst definierten Befehlsmakros zusammenfassen. "KiVision zählt zu den sogenannten No-Code-Plattformen. Programmierkenntnisse in der Bedienung sind daher nicht nötig", erklärt Ferenc Bögner, Head of Kistler Vision Systems in Karlsruhe. "Die Bausteine, die für die Makroerstellung per Drag&Drop zur Verfügung stehen, decken dabei alle denkbaren Aufgaben von Visionsystemen ab.
Die selbst programmierten Befehlsmakros unterscheiden sich in der Benutzung nicht von KiVision-Standardbefehlen. Dank des erweiterten Befehlssatz-Konfigurators lassen sie sich prominent und leicht auffindbar platzieren sowie mit einer Inline-Hilfe versehen. Mithilfe der Benutzer- und Rechteverwaltung innerhalb der Software lässt sich gezielt steuern, welche Benutzergruppen die neuen Funktionen verwenden dürfen. Zusätzlich verbessern die Befehlsmakros die Robustheit der Prüfaufgaben: Wiederkehrende Teilprüfaufgaben, z.B. in optischen Mess-, Prüf- und Sortiermaschinen, werden durch die individuellen Befehle standardisiert. Die Makros lassen sich auch zwischen unterschiedlichen Anlagen übertragen und sichern so die einheitliche Bewertung innerhalb der gesamten Fertigung.
Verarbeitung von 3D-Punktwolken
Neben der pixelbasierten Auswertung von 1D- und 2D-Daten ist mit der neuen Version nun auch die Erfassung und Verarbeitung echter 3D-Daten in Form von Punktwolken möglich, auch von mehreren Sensoren gleichzeitig. "Anwendende können für maximale Flexibilität Messdaten unterschiedlicher Sensortypen auch von verschiedenen Herstellern miteinander fusionieren", erklärt Bögner.
Verstärkter Einsatz von KI in der optischen Qualitätsprüfung
Die zur Auswertung der Prüfbilder einsetzbare KI erkennt auch bisher unbekannte Anomalien auf den Prüfteilen und trägt so dazu bei, Ausschuss zu minimieren. Speziell bei der Defektdetektion ermöglichen KI-basierte Verfahren den Anwendenden robuste Auswertungen. Dafür stehen ihnen verschiedene Modelltypen von VisionPro Deep-Learning und LandingAI zur Verfügung, die sie auf konkrete Aufgaben und Prüfteile trainieren können.
Audit Trail Track&Trace Fingerprint
Für den Einsatz in der Automobil- oder Medizinbranche bietet Kistler zudem eine optionale Funktion für einen Audit Trail gemäß FDA CFR21 Part 11 an. Damit werden sämtliche Änderungen an Einstellungen wie dem Toleranzkorridor oder der OK-/NOK-Entscheidung mitsamt Uhrzeit und eingeloggtem Benutzer registriert und lückenlos dokumentiert. Manipulationen an diesem Protokoll werden ebenfalls erkannt. Zudem lässt sich das Protokoll in dem speziell dafür entwickelten Viewer analysieren, da dieser die erfassten Daten nach gewünschtem Ereignis, Benutzer oder Zeitraum filtern kann. In der aktuellen Version ist auch das Rückverfolgungsverfahren Track&Trace Fingerprint vom Fraunhofer-Institut IPM integriert. Dieses nutzt die individuelle Mikrostruktur von Bauteiloberflächen zur berührungsfreien Teileidentifikation. Zusätzliche Produktionsschritte wie das Aufbringen von RFID-Labels oder Data-Matrix-Codes auf den Bauteilen sind daher nicht mehr notwendig.
Kompatibilität wird großgeschrieben
"Viele Anlagen lassen sich auch ohne Hardware-Update mit der Bildverarbeitungssoftware KiVision 8.1 als Retrofit problemlos weiterbetreiben", so Bögner. Dazu passt, dass die neue Version nahtlos bis zur allerersten Version abwärtskompatibel ist. "Wir legen im Sinne der Ressourceneffizienz großen Wert darauf, auch Unternehmen, die die nicht mehr unterstützte Software SAC Coake nutzen, einen einfachen Umstieg zu ermöglichen", erklärt Bögner. Die Software bietet deshalb Importfunktionen für SAC Coake-basierte Projekte und erfordert keine Neuschulung.
Aus vielen einzelnen Befehlen wird ein einziges, individuell erstelltes Befehlsmakro: Mit der Version 8.1 der Bildverarbeitungssoftware KiVision von Kistler können Anwendende auch ohne Programmierkenntnisse eigene Befehlsmakros per Drag&Drop anlegen. Zudem bietet die Software eine an die FDA angelehnte Audit-Trail-Funktion, mittels derer sich Änderungen lückenlos rückverfolgen lassen. Weitere Funktionen sind das Rückverfolgungsverfahren Track&Trace Fingerprint vom Fraunhofer-Institut IPM sowie die Verarbeitung von 3D-Punktwolken.
Bild: Kistler Instrumente AGMit der Vision-Software KiVision 8.1 können Anwendende häufig benötigte, komplexe Auswertungsschritte in selbst definierten Befehlsmakros zusammenfassen. "KiVision zählt zu den sogenannten No-Code-Plattformen. Programmierkenntnisse in der Bedienung sind daher nicht nötig", erklärt Ferenc Bögner, Head of Kistler Vision Systems in Karlsruhe. "Die Bausteine, die für die Makroerstellung per Drag&Drop zur Verfügung stehen, decken dabei alle denkbaren Aufgaben von Visionsystemen ab.
Kistler Instrumente AG
Dieser Artikel erschien in inVISION 4 (September) 2026 - 09.09.26.Für weitere Artikel besuchen Sie www.invision-news.de