Prozessstabilität jetzt auf hohem Niveau

Sicherer Robotergriff

Vereinzelungsprozesse sind häufig das Nadelöhr in der Produktion. Ihre effiziente Ausführung bestimmt die Zufuhr des Arbeitsmaterials und damit den Durchsatz einer Maschine oder ganzer Linien. Eine automatisierte Lösung birgt erhebliche Vorteile, doch der 'Griff in die Kiste' per Roboterhand galt lange Zeit als eine der großen Herausforderungen für Machine Vision. Heute ist das maschinelle Greifverfahren sicher umsetzbar und bietet mit kurzen Scan- und Rechenzeiten und halbautomatischem Teach-In neuer Teile eine hohe Prozesseffizienz und Anlagenverfügbarkeit.

Bild: Isra Vision AGBild: Isra Vision AG
Der Greifer vereinzelt die Schmiederohteile an der Linie. Mit einem Scan können gleich mehrere Bauteile erfasst und nacheinander abgegriffen werden, um die Zykluszeiten weiter zu verkürzen.

Sechs Laserlinien wandern über die metallenen Schmiederohteile, nur Sekunden nachdem der Werker den Container mit dem unsortierten Inhalt an der Station platziert hat. Sie gleiten über glatte, glänzende Flächen, an denen der Zuschnitt der Rohlinge erfolgte, sowie die verwitterten und leicht rostigen Außenseiten der Teile.

Bild: Isra Vision AGBild: Isra Vision AG
Die Konfiguration über die grafische Benutzeroberfläche erlauben einen schnellen Start ohne Unterstützung durch Ingenieure und Techniker.

Sofort nach dem Scan greift ein Roboterarm mehrere von ihnen nacheinander ab. Sicher und zügig platziert er sie in einer Maschine oder auf einem Förderband. Was nach einem alltäglichen Ablauf in einer Fertigungsstraße klingt, beschreibt einen Meilenstein des maschinellen Sehens. Das sichere Greifen unsortierter Teile aus einem Behälter war über Jahre hinweg aufgrund der vielen möglichen Störfaktoren in Produktionsumgebungen und dem erheblichen Programmieraufwand eine der großen Aufgaben der industriellen Bildverarbeitung.

Isra Vision AG

Dieser Artikel erschien in ROBOTIK UND PRODUKTION 4 2016 - 28.10.16.
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