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BSI-Lagebericht

IT-Sicherheit Gefährdungslage erreicht neues Niveau

Im aktuellen Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland mahnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie ein neues Niveau der Gefährdungslage an. Zum einen würden die Angriffe vielschichtiger, zum anderen aber auch die Angriffsfläche größer.

Bild: Bundesamt für Sicherheit in der IT
Secure data processing concept with motherboard and virtual processor.

Die Gefährdungslage im Bereich der Cyber-Sicherheit in Deutschland ist in den vergangenen Monaten vielschichtiger geworden. Laut dem Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland seien Vorfälle mit WannaCry, NotPetya, Efail oder Spectre/Meltdown Ausdruck einer neuen Qualität von Cyber-Angriffen und IT-Sicherheitsvorfällen, die sich gegen die Grundpfeiler der Informationstechnologie richten. Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung und Vernetzung von IT-Systemen, Alltagsgegenständen und Industrieanlagen voran, wodurch sich die potenzielle Angriffsfläche und auch die Abhängigkeit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft von funktionierenden IT-Systemen täglich vergrößert. Laut BSI hebe diese Kombination aus neuer Angriffsqualität und zunehmender Digitalisierung die Gefährdungslage auf ein neues Niveau. "Die Gefährdungslage fordert uns als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde täglich heraus, neue Lösungen zu konzipieren und umzusetzen. Der Lagebericht macht deutlich, dass wir mit unseren Maßnahmen im Bereich der Prävention, Detektion und Reaktion wesentliche Erfolge erzielen konnten, etwa durch die Umsetzung der Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung oder des IT Sicherheitsgesetzes. Wenn wir unsere führende Position behalten und 'Made in Germany' auch im Cyber-Raum weiterhin als Markenzeichen gelten soll, dann dürfen wir nicht nachlassen, den Dreiklang aus Digitalisierung, Vernetzung und Innovationsgeschwindigkeit mit kreativen und praxisrelevanten Angeboten für mehr Cyber-Sicherheit zu verstärken. Dazu braucht es eine zentrale Cyber-Sicherheitsbehörde wie das BSI, die personell und finanziell den Herausforderungen entsprechend ausgestattet ist," erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Weiterentwicklung der Schadprogramme

Das BSI beobachtet eine hohe Dynamik der Angreifer bei der Weiterentwicklung von Schadprogrammen und Angriffswegen. Auf Seiten der Verteidiger erfordere dies hohe Aufmerksamkeit und Flexibilität zur Gewährleistung der Informationssicherheit. Im Unterschied zu den Vorjahren sind im aktuellen Berichtszeitraum größere Angriffswellen mit Ransomware allerdings ausgeblieben, die Gefährdung bleibt jedoch. Als neue Gefährdung hat das BSI das Thema illegales Krypto-Mining näher betrachtet. Der komplette Lagebericht steht beim BSI als Download zur Verfügung.

mst/BSI

Bundesamt für Sicherheit in der IT

Dieser Artikel erschien in Industrie 4.0 Magazin (I40) 22 2018 - 18.10.18.
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