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Mit Robotik gegen den Fachkräftemangel im Handwerk

Kostengünstig zur 7. Achse

Wegen seines geringen Gewichts ist Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) ein beliebter Werkstoff. Als Material für die Innenverkleidung von Zügen sorgt er für weniger Energieverbrauch bei der Fahrt. Dass sich für die Endbearbeitung solcher GFK-Teile moderne Robotik sehr gut nutzen lässt, zeigt die Anwendung der Firma Wehlage - mit einer kostengünstigen 7. Roboterachse von Igus.

Teil der täglichen Arbeit bei Wehlage, einem Anbieter von Maler- und Beschichtungsarbeiten, sind unter anderem Schleifprozesse. Konkret: Die Endbearbeitung von GFK-Teilen für die Innenverkleidung von Zügen. Eine monotone Aufgabe, die bisher von qualifizierten Mitarbeitern erledigt wurde. Doch in Zeiten des Fachkräftemangels steigt zunehmend der Druck zu automatisieren, um die Belegschaft für sinnvollere Aufgaben einsetzen zu können.

Gut überlegte Investitionen

Das Problem: Die Automatisierung von Arbeitsprozessen stellt aufgrund der meist hohen Investitionskosten eine große Hürde für kleinere und mittelständische Unternehmen dar, deren Budget gut überlegt investiert werden muss. Um die Schleifarbeiten bei der Firmengruppe Wehlage effizient und kostengünstig zu automatisieren, hat man sich den Automatisierer Moduco zur Seite geholt. Der Unternehmensname steht für Modular Company und beschreibt das Konzept des Automatisierers: "Wir bauen für unsere Kunden Produktionsmodule, die sich einfach in bestehende Maschinen integrieren lassen oder miteinander kombiniert werden können, um daraus einen neuen Wertschöpfungsprozess zu bauen - sozusagen das Lego-Prinzip für die Automatisierungstechnik", betont Stephan Feldker, Geschäftsführer bei Moduco. Zu den Kunden des Automatisierers gehören Industrieunternehmen, vor allem aus der Kunststoff- und Metallverarbeitung. Besonders viel Potential für die kostengünstige Automatisierung sieht das Unternehmen bei Handwerksbetrieben. "Wir haben festgestellt, dass der Sondermaschinenbau den veränderten Anforderungen im verarbeitenden Gewerbe nicht mehr gerecht wird", erklärt Feldker. "Die Planbarkeit für Unternehmen nimmt ab. Daher ist es schwierig, große Summen in Anlagen zu investieren, ohne zu wissen, was in den nächsten Monaten oder Jahren passiert. Klar ist aber, dass investiert werden muss. Der Fachkräftemangel beschäftigt alle Unternehmen - insbesondere im Handwerk. Daher wollen wir einfache Lowcost-Lösungen bei unseren Kunden integrieren, die sich für vielfältige Aufgaben nutzen lassen - ob Schleifen, Bestücken, Montieren, Kleben oder Schweißen."

igus GmbH

Dieser Artikel erschien in ROBOTIK UND PRODUKTION 6 (Nov) 2022 - 02.11.22.
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